Donnerstag, 25. März 2021

Wassertropfen fielen Chopin im Takt auf die Brust

„Meisterwerke der Symphonik kurz präsentiert“ nennt sich die Rubrik, in der große Werke der Musikliteratur erklärt werden. Heute spricht Manuel Lavoriero, Mitarbeiter der Kulturredaktion Dolomiten und von STOL, über Chopin Prélude Op.28 N.15 (Regentropfen-Prelude).

Manual Lavoriero hat das Musikkonservatorium besucht und spielt und interpretiert für die STOL-Leser eines seiner Lieblingsstücke. - Foto: © privat

Frédéric Chopins 24 Préludes entstanden sukzessive zwischen 1836 und 1839. Erst in der Reinschrift von 1839 wurden sie – quasi in Anlehnung an Bachs Wohltemperiertes Klavier – zyklisch zusammengefasst. Anders als bei Bach folgen den Präludien bei Chopin keine Fugen, die Préludes selbst sind zum romantischen Charakterstück mutiert, die eine Palette unterschiedlichster Stimmungen zum Ausdruck bringen. Die technisch einfacheren dieser Miniaturen eignen sich hervorragend als Einstieg in das Chopin-Spiel, umso mehr als sie das vielleicht berühmteste Stück des Zyklus, das sog. Regentropfen-Prélude, einschließen.

eva