Donnerstag, 26. Mai 2016

"Zur Schließung darf es einfach nicht kommen!"

Maria Demetz war 2012 und 2013 mit dem Europäischen Jugendorchester on Tour. Dem Orchester droht wegen Geldmangels das Aus.

Maria Demetz, Oboistin aus Bozen, bedauert das Aus der Europäischen Jugendorchesters. - Foto: Maria Demetz
Maria Demetz, Oboistin aus Bozen, bedauert das Aus der Europäischen Jugendorchesters. - Foto: Maria Demetz

Südtirol Online: Frau Demetz, Sie waren selbst einmal Teil des Europäischen Jugendorchesters, was löst dessen Schließung bei Ihnen aus?
Maria Demetz: Ich finde es sehr schlimm, dass man dem Orchester das Geld abschneidet und es nicht mehr existieren wird. Da stellt man sich wirklich die Frage, warum wird genau an dieser Stelle gespart? Das EUYO ist eine super Sache! Für mich war es eines der großen Ziele, einmal dabei sein zu können. Ich habe das Ziel erreicht und war einfach unglaublich glücklich und motiviert.

STOL: Wie empfanden Sie denn die gemeinsame Zeit mit dem Orchester?
Demetz: Es war sehr bereichernd mit Menschen zusammenzuarbeiten, die aus allen möglichen Ländern stammen. Es wird nämlich darauf geachtet, dass so viele Staaten als möglich vertreten sind. Das ist auch der Spirit, der nach außen getragen wird und den man immer in den Vordergrund zu stellen versucht. Die Message war, wir sind eins, wir kommen zusammen, wir tragen das nach außen. Sechs Wochen lang ist man jede Minute zusammen und kommt viel rum, eine sehr intensive Zeit. Wir haben in Berlin, Amsterdam, in Essen, Kassel, Bologna, Mailand oder auch in Spanien in den schönsten Konzerthäusern gespielt. Da entstehen auch Freundschaften, die über die gemeinsame Zeit hinausreichen, und auch musikalisch war es für mich interessant.

Zur Schließung darf es einfach nicht kommen!

Interview: Andrej Werth

stol