Montag, 09. März 2020

Netrebko als Turandot bei Osterfestspielen 2021

Die Osterfestspiele Salzburg haben am Montag das Programm für das Festival 2021 präsentiert, das letzte gemeinsame der scheidenden Christian Thielemann und Peter Ruzicka und erstmals seit Jahren nur via Aussendung und nicht im Rahmen eines Pressegesprächs. Die Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini als zentrales Werk war schon bekannt, eine Kammeroper wird es im kommenden Jahr nicht mehr geben.

Anne Netrebko übernimmt die Titelrolle.
Anne Netrebko übernimmt die Titelrolle. - Foto: © APA (AFP) / CHRISTOPH DE BARRY
Die Titelrolle der „Turandot“ übernimmt Anna Netrebko. Eigentlich hätte es ihr Rollendebüt sein sollen, berichtete kürzlich die „Presse“. Doch der designierte Intendant Nikolaus Bachler holte Netrebko bereits heuer im Jänner als „Turandot“ an die noch von ihm geführte Bayerischen Staatsoper in München. Und so heißt es heute in der Aussendung auch: „Anna Netrebko gibt ihr Rollendebüt in der Titelrolle von Turandot in einer vollständigen szenischen Fassung der Oper.“ Denn in München wurde jene Fassung aufgeführt, die im dritten Akt (mit dem Tod des Komponisten) endet. In Salzburg wird die von Franco Alfano vervollständigte Version zu sehen sein. Zur Erinnerung: Bachler und Thielemann führten einen Machtkampf um die künstlerische Leitung des Osterfestivals, den Stadt und Land Salzburg zugunsten Bachlers im vergangenen September beendeten.

An der Seite der Diva wird wie schon in München ihr Ehemann Yusif Eyvazov als „Calaf“ stehen. Golda Schultz wird die Rolle der „Liu“ verkörpern, Jürgen Sacher den „Altoum“ und Alexander Tsymbalyuk den „Timur“. Regie wird die Südkoreanerin Yona Kim führen, „Regisseurin des Jahres 2017“ der Zeitschrift „Opernwelt“. Die musikalische Leitung liegt bei Thielemann, es spielt die Sächsische Staatskapelle Dresden. Die Kartennachfrage für die Oper scheint groß, denn die Osterfestspiele haben 2021 gleich drei Aufführungen - anstelle der üblichen zwei - im Programm.

Das Konzertprogramm besteht wie üblich aus zwei Orchester- und einem Chorkonzert, die alle je zwei Mal aufgeführt werden, einem Konzert für Salzburg und zwei Kammerkonzerten. Beim ersten Orchesterkonzert steht Gastdirigent Antonio Pappano am Pult, er dirigiert neben Mahlers Siebter Symphonie Mozarts A-Dur-Konzert. Orchesterkonzert Nummer 2 dirigiert der Chef der Dresdner selbst, Denis Matsuev spielt Edvard Griegs Klavierkonzert.

Nach 2018 holen die Osterfestspiele auch im kommenden Jahr Philippe Herreweghe mit seinem Collegium Vocale Gent an die Salzach, dieses Mal im Chorkonzert mit Bachs h-Moll-Messe. Das Konzert für Salzburg wird Andras Schiff spielen und leiten.

Der Vertrag der Osterfestspiele mit Christian Thielemann und der Sächsischen Staatskapelle Dresden wird nach 2022 auslaufen. Der künftige Intendant Nikolaus Bachler möchte ab diesem Zeitpunkt jährlich wechselnde Orchester an die Salzach holen. Das Festival soll zudem um neue Genres, etwa Ballett oder Jazz, erweiter werden.

(S E R V I C E - www.osterfestspiele-salzburg.at)

apa

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