Donnerstag, 28. Juni 2018

Neues integriertes Rechtsstudium startet im Herbst

Das neue integrierte Studium des italienischen Rechts an der Universität Innsbruck wird ab kommenden Herbst internationaler und südtirolorientierter sein.

Rektor Märk und LH Kompatscher unterzeichnen das Abkommen - Foto: LPA/Barbara Franzelin
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Rektor Märk und LH Kompatscher unterzeichnen das Abkommen - Foto: LPA/Barbara Franzelin

Die Voraussetzungen für das neue integrierte Studium des italienischen Rechts an der Uni Innsbruck haben heute (28. Juni) die Rektoren der Universitäten Innsbruck, Tilmann Märk, Padua, Rosario Rizzuto, Trient, Paolo Collini, und die Präsidentin der Universität Bozen, Ulrike Tappeiner, gemeinsam mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und Bildungslandesrat Philipp Achammer geschaffen.

Universität von Bozen, Trient und Padua einbezogen

Im Sitzungssaal der Landesregierung in Bozen besiegelten sie zwei Abkommen, auf deren Grundlage ab dem bevorstehenden akademischen Jahr neben der Universität Padua auch die Universitäten Trient und Bozen als Ausbildungsstätten einbezogen werden.    

Studium wird internationaler und südtirolspezifischer

"Wir haben die notwendige Anpassung des integrierten Diplomstudiums des italienischen Rechts  an die neuen Studienordnungen in Österreich und Italien dazu genutzt, um das Studium internationaler und südtirolspezifischer zu gestalten", sagte Landeshauptmann Kompatscher, der selbst italienisches Recht in Innsbruck studiert hat. Insgesamt haben bis heute etwa 1000 Südtiroler ein Rechtsstudium in Innsbruck abgeschlossen. 

Studium nun auf fünf Jahre ausgebaut

Mit der Reform wird das Studium von vier auf fünf Jahre ausgebaut. Gleichzeitig wurden die Universität Trient und die Universität Bozen mit ins Boot geholt. "Mit der Rechtsfakultät der Universität Trient haben wir nicht nur alle Jus-Fakultäten der Euregio als Partner, sondern auch eine Fakultät mit exzellente Rankingwerten", sagte Landeshauptmann Kompatscher. Die Universität Bozen wird hingegen über ihre Studienangebote im Bereich Wirtschaftswissenschaften beteiligt sein.

Ausbildung von zweisprachige Juristen 

Der Landehauptmann hob die Bedeutung des Studiengangs für Südtirol und für die öffentliche Verwaltung in Südtirol hervor: "Dieses Studium bildet zweisprachige Juristen heran, die das italienische Recht kennen und auch der deutschen Fachsprache mächtig sind. Zudem können sie künftig mit mehr Bildungsangeboten in Autonomie-, Verwaltungs- und Verfassungsrecht rechnen." 

Südtirol stellt 950.000 Euro bereit

Das Land Südtirol wird die externe Lehre ab 1. Oktober 2018 vorerst fünf Jahre lang finanzieren und stellt dafür 950.000 Euro bereit. Derzeit absolvieren über 400 Jugendliche ein integriertes Rechtsstudium in Innsbruck eingeschrieben, drei Viertel davon sind Südtiroler.

lpa/stol

stol