Freitag, 06. April 2018

Nicht nur Leistung: Junge Sportler und Medienpräsenz

Längst reicht nicht mehr nur die Leistung: Sportler müssen mehr denn je Präsenz zeigen - sowohl in sozialen Netzwerken als auch in den Medien. Bei einem Workshop gaben Medienexperte Alex Ploner und Sportpsychologin Monika Niederstätter jungen Spitzensportlern Unterstützung im Umgang mit den Medien. STOL hat mit Monika Niederstätter gesprochen.

Um den Spaßfaktor zu unterstreichen, verteilte der Medienexperte an alle Teilnehmer rote Clown-Nasen. - Foto: Paolo Savio
Badge Local
Um den Spaßfaktor zu unterstreichen, verteilte der Medienexperte an alle Teilnehmer rote Clown-Nasen. - Foto: Paolo Savio

Rhetorik, Mimik, Stimmlage und der richtige menschliche Umgang mit den Medienvertretern: Das waren die Themen, mit denen sich 12 junge Spitzensportler gemeinsam mit dem Medienexperten Alex Ploner auseinandergesetzt haben. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projektes „Sporthilfe+“ am Mittwoch in Form eines Workshops statt.

Die ehemalige Olympiateilnehmerin und jetzt Sportpsychologin Monika Niederstätter berichtete als Gast im Rahmen der Veranstaltung von ihren Erlebnissen mit den Medien im Laufe ihrer Karriere.

- Foto: Paolo Savio

„Präsenz zeigen“ 

Im Gespräch mit STOL erzählt Niederstätter, was zu Karrierebeginn neben der sportlichen Leistung wichtig sei: „Junge Sportler sollten Präsenz zeigen. Heute geht das sehr gut über die sozialen Netzwerke.“

Dabei gibt es keine Faustregel, wie oft ein Sportler in den sozialen Netzwerken Bilder und Beiträge veröffentlichen sollte: „Der Sportler sollte sich immer noch wohl fühlen, der ständige Druck, in regelmäßigen Abständen in den Netzwerken präsent zu sein, kann zu einer Stressquelle werden“, gibt die Sportpsychologin dabei zu Bedenken.

Positive Grundeinstellung bei Mediengesprächen

Eine persönliche Erfahrung von Monika Niederstätter, die sie im Laufe ihrer Karriere als Leichtathletin lernen musste, ist die positive Grundeinstellung bei Gesprächen mit den Medien:  „Anfangs ließ ich meine Enttäuschung, über ein schlechtes Ergebnis zum Beispiel, gegenüber den Medien zu sehr durchsickern. Nach Veröffentlichung wurde ich von Bekannten oft darauf angesprochen, ob ich meine Enttäuschung wohl verdaut habe“, lacht sie heute.

Am Ende des Workshops wies Alex Ploner darauf hin, dass nicht alles todernst sein muss und auch der Spitzensportler etwas „verrückt“ sein darf. Um dies zu unterstreichen, verteilte er an alle Teilnehmer rote Clown-Nasen.

stol/ape

stol