Mittwoch, 10. Februar 2021

Oscar-Aus für „Was wir wollten“ mit Südtiroler Schauspielern

Am Dienstag (Ortszeit) wurde von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles die Shortlist für den Auslands-Oscar bekannt gegeben. Der österreichische Kandidat „Was wir wollten“ von der Nordtirolerin Ulrike Kofler, in welchem 2 Südtiroler Schauspieler mitwirken, ist nicht mehr im Rennen um den begehrten Filmpreis.

Der Film „Was wir wollten“ ist nicht mehr im Rennen.
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Der Film „Was wir wollten“ ist nicht mehr im Rennen.
93 Länder hatten heuer für die Kategorie „International Feature Film“ eingereicht. Österreich hatte Ulrike Koflers Debütfilm „Was wir wollten“ mit Lavinia Wilson und Elyas M'Barek sowie den beiden Südtirolern Anna Unterberger und Lukas Spisser ins Rennen geschickt. Der Film befindet sich jedoch nicht auf der am Dienstag veröffentlichten Shortlist für den Auslands-Oscar, welche 15 Titel umfasst.

Im Mittelpunkt steht das Paar Alice (Lavinia Wilson) und Niklas (Elyas M'Barek), dem die Erfüllung seines großen Kinderwunsches offenbar nicht vergönnt zu sein scheint. Trotz unzähliger Versuche wird Alice einfach nicht schwanger. Um auf andere Gedanken zu kommen, machen sie sich daher auf nach Sardinien, wo sie schon bald das Tiroler Paar Christl (Anna Unterberger) und Romed (Lukas Spisser) kennenlernen. Diese haben zwar 2 Kinder (Iva Höpperger aus Fritzens und Fedor Teyml), doch auch ihr Leben ist nicht perfekt...






Oscar-Chance für Österreichische Koproduktion „Quo vadis, Aida?“

Die von Bosnien-Herzegowina eingereichte österreichische Koproduktion „Quo vadis, Aida?“ von Jasmila Zbanic hingegen befindet sich auf der Shortlist für den Auslands-Oscar.

Regisseurin Zbanic, die 2006 mit ihrem ebenfalls österreichisch koproduzierten Debüt „Esmas Geheimnis“ den Goldenen Bären der Berlinale gewonnen hatte, blickt in „Quo vadis, Aida?“ auf eines der verdrängten, vergessenen Traumata der jüngeren Geschichte: das Massaker von Srebrenica. Der Film war nach seiner Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig im Herbst auch auf der Viennale zu sehen.

Aus der Shortlist werden 5 Kandidaten bestimmt. Diese werden mit den Oscar-Nominierungen in allen anderen Sparten am 15. März verkündet. Die Preisvergabe soll am 25. April über die Bühne gehen, wegen der Corona-Pandemie später als üblich.




apa/stol