Dienstag, 08. Juni 2021

Plakatkampagne: #etwaslaeuftfalsch gegen Gewalt an Frauen

In Zusammenarbeit mit Kunst Meran und der Summer School Südtirol wurde die Plakatkampagne #etwaslaeuftfalsch, von Lungomare gestartet. Damit will man auf die vielen Feminizide und die geschlechtsbasierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen reagieren, insbesondere, da sich die Situation seit der Pandemie weiter zugespitzt hat.

„Es gibt keine Frauenthemen, die nicht auch Männerthemen sind“
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„Es gibt keine Frauenthemen, die nicht auch Männerthemen sind“ - Foto: © Daniel Mazza
Die Plakatkampagne #etwaslaeuftfalsch, die sich durch die Mittel der Gestaltung, der Kunst und der Literatur mit verschiedenen Bereichen geschlechtsbasierter Gewalt auseinandersetzt, wurde von 10 Künstlern, Autoren und Illustratoren aus dem italienischen und deutschem Sprachraum in Tandemarbeit gestaltet.

Nach einer anfänglichen Konzeptausarbeitung sind nun ab Anfang Juni etwa 2000 Plakate großformatig und 2-sprachig im gesamten öffentlichen Raum Südtirols zu finden – in Dörfern und Städten, an Bushaltestellen, Bahnhöfen und Werbeflächen. Eine 2. Plakatierung wird erneut ab September flächendeckend in der Provinz zu sehen sein.

„Es gibt keine Frauenthemen, die nicht auch Männerthemen sind“

#etwaslaeuftfalsch richtet sich an alle gesellschaftlichen Gruppen, da es keine Frauenthemen gibt, die nicht auch Männerthemen sind und Unterdrückung und Gewalt auf die gesamte Gesellschaft Einfluss haben.

Die Rechte von Frauen sind keine Sonderrechte, sondern formulieren das Recht auf eine gleiche und gerechte Behandlung aller Menschen in einer Gesellschaft, so die Schöpfer der Plakatkampagne.

Die Plakate sind keine Bitte um Hilfe, sondern ein Instrument der aktiven Veränderung, weshalb #etwaslaeuftfalsch national- und internationalweit im öffentlichen Raum geteilt werden soll, so die Künstler weiter.
Die Kampagne wird von einer Projektwebsite begleitet, dort können die Plakate in verschiedenen Formaten kostenlos heruntergeladen und ausgedruckt werden und so, auch über die Landesgrenzen hinaus in andere Regionen gelangen.

Gefördert wird das Projekt durch die Autonome Provinz Bozen, dem Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik, der Gemeinde Bozen und der Stiftung Sparkasse.




stol/lmn