Donnerstag, 15. Oktober 2020

Qualität, Service und Know-how kennzeichnen Südtirols Bibliotheken

Landesrat Philipp Achammer hat 43 Qualitätszertifikate für Bibliotheken sowie 21 Diplome an Absolventen der Grundausbildung für ehrenamtlich Tätige in Bibliotheken verliehen.

43 Qualitätszertifikate für Bibliotheken und 21 Abschlussdiplome für die bibliothekarische Grundausbildung hat Philipp Achammer (Mitte) in Bozen übergeben.
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43 Qualitätszertifikate für Bibliotheken und 21 Abschlussdiplome für die bibliothekarische Grundausbildung hat Philipp Achammer (Mitte) in Bozen übergeben. - Foto: © LPA/Martin Silbernagl
Die rund 244 öffentlichen Bibliotheken und die 220 Schulbibliotheken erfüllen wesentliche Funktionen in Südtirol: Sie sind mehr als ein Schaufenster voller Bücher oder das „Zuhause“ für das gesammelte Wissen zwischen Buchdeckeln. „Unsere Bibliotheken“, betont Landesrat Philipp Achammer, „sind lebendige Orte voller Ideen. Sie werden immer mehr mit den gestiegenen Anforderungen an ein allumfassendes Servicebewusstsein konfrontiert, das über die reine Vermittlung von Literatur hinausgeht.“

43 Qualitätszertifikate für Südtirols Bibliotheken

Südtirols Bibliotheken scheuen weder Nutzererwartungen noch eine sich rasant verändernde Medienlandschaft. Immer wieder unterziehen sie sich einer externen Qualitätsprüfung, einem so genannten Audit. Vergangenen Dienstag hat Landesrat Philipp Achammer an der Eurac in Bozen insgesamt 43 Qualitätszertifikate überreicht: 32 Zertifikate für öffentliche Bibliotheken, 9 für Schulbibliotheken und je ein Zertifikat für das Amt für Bibliotheken und Lesen und für den Bibliotheksverband Südtirol.

Das positive Auditergebnis ist für einen Zeitraum von 3 Jahren gültig. Nach Ablauf dieser Frist kann sich eine Bibliothek für ein weiteres Audit melden. Die Grundidee, die hinter den Zertifikaten für auditierte Bibliotheken steckt, ist, „Südtirols Bibliotheken auf eine einheitliche Qualitätsschiene anzuheben“, erklärt die geschäftsführende Amtsdirektorin im Landesamt für Bibliotheken und Lesen Marion Gamper.

Ausleihe- oder Besucherzahlen allein seien nicht mehr die ausschlaggebenden Indikatoren, die eine Bibliothek zu einer guten Bibliothek machen. „Je nach Bibliothekstyp müssen sie Mindeststandards erfüllen, um ein Qualitätszertifikat zu erhalten“, sagt Gamper.

Bibliothekarische Grundausbildung schließt mit Diplomübergabe

Mit einem Diplom ausgezeichnet wurden auch 21 Absolventen der Ausbildung zur Leitung beziehungsweise Mitarbeit in ehrenamtlich geführten öffentlichen Bibliotheken. Die bibliothekarische Grundausbildung vermittelt den Auszubildenden das notwendige Handwerkszeug, damit sie die Bibliothek im Gefüge der Kultur- und Bildungsangebote im eigenen Ort positionieren können und bibliothekarische Grundkenntnisse mit auf den Weg bekommen.

Die bibliothekarische Grundausbildung wird vom Amt für Bibliotheken und Lesen organisiert, das alljährlich auch den Zertifizierungsprozess koordiniert. Die Teilnahme am Zertifizierungsverfahren erfolgt auf freiwilliger Basis.

lpa