Die Verleihung der Zertifikate der „Qualitätsmarke Übungsfirma“ fand am Freitag im Saal des Raiffeisenverbandes in Bozen statt – dadurch wurde nicht zuletzt die Zusammenarbeit zwischen Schule und Arbeitswelt, die wesentlich bei diesem Projekt ist, nochmals unterstrichen.Erstmals erhielten gleichzeitig sowohl deutsch- als auch italienischsprachige Übungsfirmen sowie die Übungsfirmen der Schulen in den ladinischen Ortschaften das Zertifikat. Für die italienischsprachigen Übungsfirmen ist es die erste Zertifizierung überhaupt.Übungsfirmen sind ähnlich wie reale Firmen organisiert. Die Lernenden arbeiten in Abteilungen, die Tätigkeit findet einmal wöchentlich drei bis vier Stunden lang in einem Großraumbüro statt.Die einzelnen Übungsfirmen treiben untereinander fiktiven Handel, häufig auch mit ausländischen Geschäftspartnern. Während Geld und Waren fiktiv bleiben, entsprechen alle anderen Aktivitäten (Geschäftsanbahnung, Fakturierung) den realen Gepflogenheiten. Intensive Geschäftsbeziehungen werden mit Übungsfirmen in mehreren anderen Ländern unterhalten, teilweise auch in englischer und italienischer Sprache. Auch innerhalb Südtirols bestehen Geschäftsbeziehungen von Übungsfirmen über Sprachgrenzen hinweg.Nach der Präsentation der Übungsfirmen-Highlights des aktuellen Schuljahres nahmen die 18 zertifizierten Übungsfirmen die begehrte Qualitätsmarke aus den Händen von Schulamtsleiterin und Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner entgegen.Für die musikalische Note bei der Feier sorgte Familie Geier aus Meran. An der Veranstaltung nahmen die Direktorinnen und Direktoren der Schulen, Vertreter des Wirtschaftsforschungsinstituts der Handelskammer, Vertreter der verschiedenen Verbände und der Italienischen Bildungsdirektion teil.lpa