Dienstag, 06. August 2019

Revolverheld: „Diese Kulisse ist der Wahnsinn“

Nach 2015 tritt die Band „Revolverheld“ am Dienstagabend bereits zum 2. Mal bei den Kalterer Seespielen auf. STOL hat sich am Nachmittag mit der Band aus dem Norden Deutschlands über ihr neues Album, ihr Familienleben und über Südtirol unterhalten. Die 4 bestens aufgelegten Jungs waren außerdem auch so nett, eine persönliche Botschaft an die STOL-Leser zu richten.

Revolverheld am Dienstag in Kaltern. - Foto: jno
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Revolverheld am Dienstag in Kaltern. - Foto: jno

Nach 4 Jahren kehrt die deutsche Pop-Rock-Band wieder nach Südtirol zurück. Im Gepäck haben sie nicht nur die Hits ihres fünften Studioalbums wie „Immer noch fühlen“ oder „Liebe auf Distanz“, sondern auch weitere Meilensteine ihres Schaffens à la „Halt dich an mir fest“, „Lass uns gehen“ oder „Ich lass für dich das Licht an“, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. 

„Wir sind froh wieder hier in Kaltern zu sein“, bekräftigt die 4-köpfige Truppe bestehend aus Sänger Johannes Strate, Gitarrist und Sänger Kristoffer Hünecke, Gitarrist und Sänger Niels Grötsch und Schlagzeuger Jakob Sinn.

„Das ist Wahnsinn“

Als „Revolverheld“ die Anfrage erhielt, wieder bei den Kalterer Seespielen aufzutreten, zögerte die Band nicht lange. „Ein Konzert am See ist Wahnsinn, wir spielen normalerweise in Mehrzweckhallen, in denen einen Tag zuvor noch ein Basketballspiel stattfand. Wir haben nur selten die Gelegenheit vor solch einer Kulisse zu spielen“, sagt Gitarrist Kristoffer Hünecke.

Neues Album kommt bald

Sänger Johannes Strate verkündete auf der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag, dass sich die Fans in naher Zukunft auf neue Musik der Band freuen dürfen. Sie arbeiten an neuen Songs, einige sollen bereits fertig sein. Einen genauen Zeitraum für die Veröffentlichung nannte Strate noch nicht.

Notiz-App um Eindrücke festzuhalten

Auf die Frage, woher die Band die Inspiration für ihre Songs holen, antworteten die Songwriter Kristoffer Hünecke und Johannes Strate, dass sie viel beobachten und immer über unterschiedliche Themen schreiben, die sie für wichtig empfinden. „Ich beobachte und mache mir immer wieder Notizen in meiner Notiz-App. Aus diesen Eindrücken können dann Songs entstehen“, sagt Hünecke.

Ein Thema das Sänger Johannes Strate bewegt hat war die Über-Digitalisierung und dass viele seiner Freunde aufs Land gezogen sind. Diese spiegeln sich im Song „Lass uns gehen“ wieder.

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Familie geht vor

Die Band hat sich im Laufe der Jahre immer mehr das Familienleben zu Herzen genommen. „Wir spielen nicht mehr Hunderte Konzerte, wir erteilen auch viele Absagen“, bekräftigte die Band. Man wolle das Familienleben nicht zu kurz kommen lassen. So wird an Tagen, an denen Ihre Kinder Geburtstag haben überhaupt nicht aufgetreten und auch wichtige Ereignisse, wie die Einschulung oder eine Kindergarten-Abschlussfeier wolle man nicht verpassen. Somit war auch eine mehrwöchige Auszeit von Niels Grötsch, aufgrund der Geburt seines Kindes, bei der letztjährigen Tour kein Problem für die Band.

Südtirol ist ein „Kulinarischer Wahnsinnstrip“

Auch außerhalb verstehen sich die 4 Freunde blendend und unternehmen viel. Sie seien bereits früher angereist, um am gestrigen Montag zusammen Venedig zu besuchen. Über Südtirol sagt die Band, dass sie hervorragend bewirtet wurden und spricht sogar von einem „kulinarischen Wahnsinnstrip“.

Revolverheld „nachdenklicher und gesellschaftskritischer“

Die Inhalte der Lieder haben sich in den letzten 10 Jahren deutlich geändert. „Vor 15 Jahren waren es noch andere Themen, jetzt hat sich das ein bisschen gewandelt und wir sind nachdenklicher und gesellschaftskritischer geworden“, meint Sänger Johannes Strate. Es gehe jetzt mehr ums Hinterfragen und nicht einfach alles so hinzunehmen. Auch der Spaß auf der Bühne dürfe nicht zu kurz kommen. „Wir haben gelernt auch Mal Pausen zu machen, um den Spaß nicht zu verlieren“, betont Kristoffer Hünecke.

stol/jno

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