Freitag, 20. Juli 2018

Römische Siedlung ist Autobahn im Weg

In Bulgarien haben Archäologen die Ausgrabung einer antiken Siedlung auf der Trasse einer wichtigen Autobahn nach Griechenland eingestellt. Das Kulturministerium des Landes soll nun über das Schicksal der Funde südlich der Hauptstadt Sofia entscheiden, wie bulgarische Medien am Freitag berichteten.

Die Funde stammen nach Einschätzung von Archäologen aus dem 3. bis 6. Jahrhundert (Symbolbild).
Die Funde stammen nach Einschätzung von Archäologen aus dem 3. bis 6. Jahrhundert (Symbolbild). - Foto: © shutterstock

An der Trasse der für den internationalen Verkehr dringend benötigten Nord-Süd-Autobahn war eine römische Siedlung ans Licht gekommen.

Anwohner demonstrierten seitdem immer wieder für die Fortsetzung der Ausgrabungen – zuletzt am Donnerstagabend, wie bulgarische Medien am Freitag berichteten. Bei Pokrownik waren Reste von Gebäuden, einer Kirche, eines Bades und einer römischen Grabstätte entdeckt worden. Die Funde stammen nach Einschätzung von Archäologen aus dem 3. bis 6. Jahrhundert.

In Bulgarien wird heftig darüber gestritten, ob die Reste der antiken Stadt am Fundort bleiben oder verlegt werden sollen. Eine Änderung der Autobahntrasse würde den Bau verteuern. Die Bauarbeiten bei Pokrownik wurden Anfang Mai gestoppt. Mehrere Teilstrecken der aus Brüssel geförderten Autobahn sind bereits in Betrieb.

dpa

stol