Freitag, 04. Mai 2018

Schule: Armenien studiert Inklusion in Südtirol

Um die inklusive Schulbildung in der armenischen Region Shirak geht es in einem gemeinsamen EU-Projekt von Caritas Armenien und Caritas Tirol. Auf ihrer Suche nach einem Lernfeld stießen die Projektträger auf Südtirol.

v.l. Anahit Muradyan (Armenischens Bildungsministerium), Lilia Hambardzumyan u. Gayane Norikyan (Caritas Armenien), Veronika Pfeifer (Bildungsdirektion), Anahit Gerorgyan (Caritas Armenien), Elisabeth Haun (Caritas Tirol) u. LSD Sigrun Falkensteiner
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v.l. Anahit Muradyan (Armenischens Bildungsministerium), Lilia Hambardzumyan u. Gayane Norikyan (Caritas Armenien), Veronika Pfeifer (Bildungsdirektion), Anahit Gerorgyan (Caritas Armenien), Elisabeth Haun (Caritas Tirol) u. LSD Sigrun Falkensteiner - Foto: © LPA

An verschiedenen Schulen und Bildungseinrichtungen machten sie sich im Rahmen eines zweitägigen Südtirol-Aufenthalts ein Bild davon, wie Inklusion in Südtirol funktioniert.

So besuchten die Caritas-Mitarbeiterinnen aus Armenien und Tirol und eine Vertreterin des armenischen Bildungsministeriums am Donnerstag die Grund- und Mittelschule in Sterzing, um zu verstehen, wie an diesen Schulen gelernt und gelehrt wird; am Nachmittag wurden sie in der Bildungsdirektion in Bozen über die Entwicklung der inklusiven Bildung in Südtirol informiert.

Durch Bildung Armut bekämpfen

In den Tagen zuvor waren sie in den Kindergärten und Schulen Nordtirols unterwegs. Das gemeinsame EU-Projekt zielt auf den Aufbau von Kindergärten und Schulen in Armenien ab, um Kindern über die Bildung einen Weg aus der Armut zu bahnen und ihnen ein chancenreiches Aufwachsen zu ermöglichen. Bildung ermächtige die Menschen und sei deshalb unverzichtbar zur Bekämpfung von Armut, zur Schaffung von Gerechtigkeit und den Aufbau sowie den Erhalt einer humanen und solidarischen Gesellschaft und Weltgemeinschaft, zeigten sich bei dem Gespräch in der Deutschen Bildungsdirektion alle Teilnehmenden überzeugt.

Bildungseinrichtungen und -programme, wie jene in Südtirol, gäben Sicherheit und eröffneten Räume der Begegnung. Das sie es, was auch Kinder und Jugendlichen in Armenien bräuchten, so der Tenor. "Gleiche Bildungschancen für alle - diesen Gedanken gilt es zu bestärken. Wenn wir Besucherinnen und Besuchern aus anderen Ländern hier Impulse geben können, so stellen wir unsere Erfahrungen gerne zur Verfügung. Der Austausch bereichert uns ebenfalls", davon zeigte sich Sigrun Falkensteiner, Landesdirektorin für Grund-, Mittel- und Oberschulen überzeugt. 

ansa

stol