Mittwoch, 21. März 2018

„Shanti Powa“: „Aktiv, selbstbewusst und kritisch durchs Leben gehen“

Bereits seit 7 Jahren gibt es „Shanti Powa“ nun schon. Seit 5 Jahren tourt die 12-köpfige Südtiroler Band unermüdlich quer durch Europas Festivallandschaft. In wenigen Tagen erscheint nun ihr drittes Album: „Til Insanity“. Ein Album, das Bewährtes mit Neuem vermischt, wie die Band im STOL-Interview betont. Gleichzeitig seien auch die Ambitionen gestiegen: „Wir möchten uns musikalisch verbessern und weiterentwickeln, auch die Musikszene in Südtirol positiv beeinflussen und inspirieren.“

In wenigen Tagen erscheint „Shanti Powa“ drittes Album: „Til Insanity“. - Foto: Shanti Powa
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In wenigen Tagen erscheint „Shanti Powa“ drittes Album: „Til Insanity“. - Foto: Shanti Powa

Südtirol Online: „Til Insanity“ lautet euer drittes Album, das ihr demnächst auf den Markt bringen werdet. Ein Album mit altbewährtem „Shanti Powa“-Sound oder erwartet uns eine Überraschung?

Shanti Powa: Wir haben an unserem Sound das behalten, das uns gefallen hat, wir sind uns musikalisch treu geblieben, aber ohne Angst, etwas Neues auszuprobieren. Wir sind als Menschen und Musiker gewachsen und gereift, das wird man hören und spüren.

Südtirol Online: Das neue Album beinhaltet Titel wie „Brainwash Radio“, „Giving a F***“ oder „Music is our Weapon“. Ihr ruft also die Gesellschaft dazu auf, das Leben bewusster zu leben?

Shanti Powa: Ja. Wir möchten mit unserer Musik und unseren Texten die Leute animieren, aktiv, selbstbewusst und mit einem kritischen Auge durchs Leben zu gehen, sich nicht nur von außen passiv berieseln zu lassen. Man soll an sich glauben, seine Träume und Wünsche ernst nehmen und sich Teil eines großen Ganzen sehen und verstehen.

Südtirol Online: „Shanti Powa“ sind eine 12-köpfige Band. Stärkt diese Vielfalt die Einheit der Band, oder wird sie manchmal auch zum Problem?

Shanti Powa: Es ist manchmal sicherlich anstrengend und nicht immer einfach mit so vielen Leuten an einem Strang zu ziehen. Doch die Liebe zu unserer Musik und unsere tiefe und wahre Freundschaft halten uns zusammen. Es kommt bei unseren Konzerten manchmal zu einzelnen Momenten, in denen wir eine magische Energie verspüren. Aus diesen Momenten und aus all den Menschen, die für unsere Musik ein offenes Ohr haben, uns verfolgen und uns unterstützen, schöpfen wir immer wieder viel Kraft. Wir sehen Vielfalt und Vielfältigkeit auf jeden Fall immer als positive Bereicherung.

Südtirol Online: Es ist bereits euer drittes Album. Es hat also nicht nur eine musikalische Weiterentwicklung gegeben, auch die Ambitionen sind gestiegen. Wohin geht die musikalische Reise von „Shanti Powa“.

Shanti Powa: Wir wollen erfolgreicher und bekannter werden, um unserem Projekt die Möglichkeit zu geben, für sehr lange Zeit zu bestehen, unabhängig bleiben zu können und das zu tun, was uns wichtig ist und am Herzen liegt. Wir möchten uns musikalisch verbessern und weiterentwickeln, auch die Musikszene in Südtirol positiv beeinflussen und inspirieren. Auf europäischer und internationaler Ebene möchten wir mehr Gewicht erlangen und ernst genommen werden. Unser größtes Anliegen ist es, uns und unserer Musik treu zu bleiben und ein kleines Sandkorn in einer Bewegung zu sein, die es noch nicht aufgegeben hat, unsere Welt zu einem besseren Ort zu machen, mit mehr Verständnis, Offenheit, Liebe und Gerechtigkeit.

Südtirol Online: Im Vorjahr ward ihr auf Großbritannien-Tournee. Was habt ihr heuer auf dem Tourplan?

Shanti Powa: Heuer werden wir auf unserer „Til Insanity“-Tour 2018 vor allem in Deutschland spielen, einzelne Konzerte auch in Österreich, Italien, Slowenien und viele mehr sind noch in Planung.

Südtirol Online: Wann kann Südtirol die neuen „Shanti Powa“-Songs live hören?

Shanti Powa: Am 6. April eröffnen wir unsere Tour im Kulturheim Gries in Bozen, am Tag darauf kann man uns im Jugendzentraum Connection in Brixen hören. Weitere Termine findet man auf unserer Homepage und auf Facebook.

Interview: Arnold Sorg

stol