Donnerstag, 04. April 2019

„Shazam!“: Neuer Superheld verlangt nach Aufmerksamkeit

Längst ja nimmt sich das amerikanische Superheldenkino nicht mehr so ernst wie einst. Jüngere Filme wie etwa „Ant-Man“ und „Guardians of the Galaxy“ sind voller Ironie und Humor. Nun landet ein, vom Ton her an „Ant-Man“ erinnernder Superheld in unseren Kinos: „Shazam!“ geht zurück auf einen US-amerikanischen Comic der 1940er-Jahre. Der Fantasy-Thriller läuft ab Donnerstag in den heimischen Kinos.

Gerade weil Billy im Grunde noch ein Kind ist, genießt er sein muskelbepacktes, göttergleiches Alter Ego in vollen Zügen. - Foto: Screenshot/Video
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Gerade weil Billy im Grunde noch ein Kind ist, genießt er sein muskelbepacktes, göttergleiches Alter Ego in vollen Zügen. - Foto: Screenshot/Video

Zachary Levi, bekannt aus der Fernsehserie „Chuck“, schlüpft in die Hauptrolle und das damit einhergehende rote, mit einem stilisierten gelben Blitz verzierte Heldenkostüm. Billy Batson (Asher Angel) hat eine fürwahr unschöne Kindheit hinter sich: Ausgerechnet in einem Alter, in dem niemand so wichtig ist als Bezugsperson wie die eigene Mutter, wird er von ebendieser auf einem Rummelplatz im Stich gelassen. Fortan muss er sich mit wechselnden Pflegeeltern herumschlagen; unzählige Ziehväter und Ziehmütter hat der arme Billy schon erlebt. Und immer wieder das Weite gesucht. Die Hoffnung aber, die aktuelle Adresse seiner Mutter ausfindig zu machen, die hat Billy noch nicht begraben.

Mysteriöses Zwischenreich

Dann aber ändert sich einiges im Leben des mittlerweile 14-Jährigen: Nicht nur, dass er Teil einer neuen, diesmal tatsächlich liebevollen Pflegefamilie wird. Eines Tages wird Billy zudem bei einer vermeintlich stinknormalen U-Bahnfahrt in ein mysteriöses Zwischenreich befördert – wo ihm von einem vollbärtigen Magier dessen Zauber- respektive Superkräfte überantwortet werden. Von nun an findet sich Billy, ein eher schmächtiger Teenager, immer dann in einem rot-goldenen Kostüm und im Körper eines muskulösen Erwachsenen wieder, wenn er „Shazam“ ruft.

Teils gruselig und brutal

Als Mischung aus Coming-of-Age-Drama und Heldenfilm der ungewöhnlichen Art indes funktioniert „Shazam!“ durchaus. Der Verzicht auf übertriebene Digitaltricks und 3D-Spielereien verleiht dem Film zudem einen an die 1980er erinnernden Anstrich. Warum die über weite Strecken jugend-, abschnittsweise auch kinderkompatible Unterhaltung an einigen Stellen durch sehr gruselige und ebenso brutale Szenen konterkariert wird, ist indes nicht ganz klar.

Momente dieser Art aber stellen eine Verbindung her zum Oeuvre des Regisseurs David F. Sandberg: Hat sich der Schwede doch bisher als Horror-Regisseur hervorgetan („Annabelle 2“). Ob es „Shazam!“ gelingt, ähnlich Humor affinen Konkurrenten wie „Ant-Man“ das Wasser abzugraben, ist noch offen.

dpa/stol

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