Dienstag, 17. September 2019

Sprachenzentren: Sommersprachkurse zählen 2500 Teilnehmende

2475 Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund haben in der zweiten Augusthälfte einen der 234 Deutsch- beziehungsweise Italienischkurse der Sprachenzentren besucht.

2500 Kinder und Jugendliche haben in der zweiten Augusthälfte einen der Sommersprachkurse der Sprachenzentren besucht.
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2500 Kinder und Jugendliche haben in der zweiten Augusthälfte einen der Sommersprachkurse der Sprachenzentren besucht. - Foto: © LPA

Auch in diesem Sommer haben die Sprachenzentren an den Schulen des Landes 2-wöchige Sprachkurse für Kinder und Jugendliche mit Migationshintergrund organisiert. Insgesamt 2475 Schüler besuchten einen der 234 Lehrgänge. Die Deutschkurse (DaZ), die sowohl an deutschen als auch an italienischen Schulen veranstaltet werden, zählten insgesamt 2068 Teilnehmende. Die Italienischkurse (L2) wurden von 407 Kindern und Jugendlichen besucht. 

Interesse an Deutschkursen steigt

„Das Interesse an den Deutschkursen steigt von Jahr zu Jahr“, bestätigt die Leiterin des Kompetenzzentrums Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Deutschen Bildungsdirektion, Inge Niederfriniger.  „Parallel dazu beobachten wir auch ein größeres Interesse an der deutschsprachigen Schule beziehungsweise eine Tendenz zum Wechsel an die deutsche Schule“, berichtet Niederfriniger.

Die Sommerkurse sollen Kindern und Jugendlichen, die neu nach Südtirol kommen, und den Schulen, die sie besuchen werden, eine Start- und Orientierungshilfe bieten. Kindern, die bereits in Südtirol zur Schule gehen, helfen sie dabei, ihre Sprachkenntnisse aufzufrischen und auszubauen. Zudem erleichtern sie den Übergang von einer Bildungsstufe in die nächste. 

„Das Angebot wird von den jungen Menschen gut und gerne angenommen“, sagt Niederfriniger. „Es wird als verbindlich empfunden. Die Abwesenheiten sind gering.“

Sprachlehrpersonen in den Stellenplan der Schulen

Während des Schuljahres organisieren die Sprachenzentren in Zusammenarbeit mit den Schulen Sprachkurse zur Begleitung des Unterrichts in der jeweiligen Sprache. „Die Sommersprachkurse werden auch weiterhin ein wichtiges Unterstützungsangebot für Kinder und Jugendliche sein, die unsere Landessprachen erst lernen müssen“, betont die Direktorin der Pädagogischen Abteilung in der Deutschen Bildungsdirektion, Gertrud Verdorfer.

Zudem kündigt sie an, dass sich die Sprachenzentren in Zukunft stärker auf die Beratung und Fortbildung von Schulen und Lehrpersonen konzentrieren werden, „da die Sprachlehrpersonen in den Stellenplan der Schulen übergehen, um an den Schulen vor Ort für ein gutes und tragfähiges Konzept von sprachlicher Unterstützung und Begleitung zu sorgen“.

lpa

stol