Der Beschluss von Scala-Intendant Alexander Pereira, die neue Saison mit einer Verdi-Oper zu eröffnen, die seit deren Premiere vor 150 Jahren nicht mehr im Mailänder Opernhaus aufgeführt worden war, wurde von Erfolg gekrönt.„Jeanne d'Arc hat auf der ganzen Linie gesiegt, an der Scala wie in Orleans. Sie hat nicht nur die Engländer, sondern die Angst vor Terroranschlägen und die Vorurteile derjenigen besiegt, die eine 'hässliche' Oper befürchteten und im Gegenteil ein wunderbares Verdi-Werk entdeckt haben“, kommentierte die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Dienstag.Auch mit Lob für Anna Netrebkos Leistung sparten die Kritiker nicht. „In jeder Phase der Oper glänzt sie wie eine wahre Diva“, kommentierte „Corriere della Sera“. Die Sopranistin selbst sprach von einem "fantastischen Abend".Renzi: "Italien reagiert mit Kultur auf Terrordrohungen Zahlreiche prominente Gäste wie der italienische Premier Matteo Renzi, Kulturminister Dario Franceschini und andere Regierungsmitglieder waren bei der Aufführung anwesend. „Heute ist ein Tag der Freude. Wir lassen uns von der Angst nicht in unsere Wohnungen einsperren. Italien reagiert mit Kultur auf die Terrordrohung. Die Scala-Premiere ist eine großartige Botschaft an die Welt, die Italien versendet. Kultur besiegt die Angst“, kommentierte Renzi.Die Scala startete mit schärfsten Sicherheitsvorkehrungen in die neue Saison. Mehr als 700 Soldaten sicherten die Premiere. Die Opernsaison der Scala wird traditionsgemäß am 7. Dezember eröffnet, Tag des Heiligen Ambrosius, Patron der Stadt Mailand. In der Saison 2015/16 stehen in Mailand 15 verschiedene Opern auf dem Programm, davon acht Werke der italienischen Tradition. Die Saison 2016/17 soll mit Giacomo Puccinis „Madama Butterfly“ beginnen, wie durchgesickert ist. Die Oper wird wieder Chailly dirigieren.apa