An dem 50 Quadratmeter großen Bild arbeiteten zwölf sogenannte Madonnari auf dem Platz der Basilika des mittelitalienischen Ortes, in der Franziskus (um 1181-1226) beigesetzt ist, wie das Portal „Visit.Assisi“ laut Kathpress berichtet. 40 weitere Künstler und Künstlerinnen schaffen ebenso viele Pflasterbilder zu Ehren des populären Heiligen.<BR /><BR />Madonnari - von „Madonna“ - sind traditionell italienische Straßenkünstler, die sich auf religiöse Motive auf Straßen und Plätzen spezialisiert haben. Dabei verwenden sie farbige Kreide oder einfache Materialien. Die Ursprünge der Kunstform reichen bis ins 16. Jahrhundert. Heute werden auch moderne Techniken genutzt, einschließlich dreidimensionaler Perspektiv-Effekte.<BR /><BR />Das monumentale Gemeinschaftsbild mit dem Titel „Die Vision des heiligen Franziskus“ stammt von dem US-Künstler Kurt Wenner, Erfinder der dreidimensionalen Straßenkunst und künstlerischer Leiter der Veranstaltung. Es verwebt die Geschichte des Heiligen, der Stadt Assisi und die Schönheit der umbrischen Landschaft miteinander.<BR /><BR />Dargestellt sind unter anderen die Päpste Johannes Paul II., Franziskus, Leo XIV., die heilige Klara von Assisi, der heilige Carlo Acutis sowie der Wolf und andere Tiere, denen Franziskus gepredigt haben soll.<BR /><BR />Das Werk würdigt die universelle Geschwisterlichkeit, den Frieden und die Sorge um die Schöpfung, die Franziskus in seinem berühmten Sonnengesang aufgegriffen hat. Sein typischer Gruß „Pax et Bonum“ (Frieden und Heil) lade jeden Betrachter ein, diesen Segen weiterzugeben, hieß es.<BR /><BR />Das Gemeinschaftskunstwerk entsteht nicht direkt auf dem Pflaster des Platzes, sondern auf einem speziellen Linoleum-Belag - einem natürlichen und ökologisch nachhaltigen Material, wie es hieß. Auch die 40 Einzelwerke mit einer Gesamtfläche von 220 Quadratmetern werden auf Linoleum ausgeführt, damit sie erhalten und ausgestellt werden können. In Assisi sind sie nur bis Dienstag (1. September) zu sehen.