Die Gewerkschaften fordern unter anderem 15 Prozent mehr Bruttojahresgehalt sowie Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Als erste Protestmaßnahme sollen keine Überstunden mehr geleistet werden. Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnte der Arbeitskampf auch die Premiere der Oper unter der musikalischen Leitung von Daniele Rustioni beeinträchtigen.<BR /><BR />Die Gewerkschaften signalisierten allerdings Gesprächsbereitschaft. „Wenn wir morgen eingeladen werden und der Intendant, der Personalchef und der Präsident der Scala-Stiftung bereit sind, über die Forderungen zu sprechen, können wir unsere Entscheidung überdenken“, sagte Paolo Puglisi von der Gewerkschaft CGIL.<BR /><BR />Zur Begründung verweisen die Arbeitnehmervertreter auf den Kaufkraftverlust und die hohen Lebenshaltungskosten in Mailand. Die bei der Tarifrunde 2024 vereinbarte Gehaltserhöhung von fünf Prozent über drei Jahre habe die Teuerung nicht ausreichend ausgeglichen. Zudem erschwerten die hohen Wohnkosten zunehmend die Suche nach neuen Beschäftigten und Musikern.<BR /><BR />Neben höheren Gehältern verlangen die Gewerkschaften Änderungen bei Zulagen, Dienstaltersstufen und der Behandlung unterschiedlicher Beschäftigtengruppen. Die geforderten Verbesserungen würden nach Gewerkschaftsangaben zusätzliche Kosten von mehr als sieben Millionen Euro jährlich verursachen. Andere Schätzungen gehen von bis zu zehn Millionen Euro aus.