Samstag, 04. November 2017

Stummfilmklassiker zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution

„Geschichte und Region“ und der Filmclub Bozen zeigen am 7. November 2017 zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution 1917 den Stummfilmklassiker von Sergej M. Eisenstein „Panzerkreuzer Potemkin“ und laden anschließend zu einem Experten-Gespräch über die Russische Revolution.

Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution wird am 7. November der Stummfilm „Panzerkreuzer Potemkin“ im Filmclub in Bozen ausgestrahlt. - Foto: Facebook/Geschichte und Region
Badge Local
Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution wird am 7. November der Stummfilm „Panzerkreuzer Potemkin“ im Filmclub in Bozen ausgestrahlt. - Foto: Facebook/Geschichte und Region

Die Russische Revolution hat die Welt verändert. Wünsche, Hoffnungen, Utopien breiteten sich von St. Petersburg aus ebenso wie Enttäuschung, Bürgerkrieg und Terror. In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 1917 (nach westlichem Kalender am 7. November) besetzten sowjettreue Truppenteile und die Roten Garden den Regierungssitz und verhafteten die Regierungsmitglieder.

Der Zar hatte bereits Monate zuvor abgedankt. Ohne großes Aufsehen übernahmen Lenin und die Bolschewiki die Macht. Dieses welthistorische Ereignis hatte tiefgreifende Folgen: Vom Bürgerkrieg zwischen der Roten und der Weißen Armee bis hin zur ideologischen Zweiteilung der Welt die das gesamte 20. Jahrhundert prägen sollte.

Folge einer immer stärkeren Radikalisierung 

Die Russische Revolution lässt sich aber mit dieser nächtlichen Machtübernahme vor 100 Jahren allein nicht erklären. Dieser Umsturz war die Folge einer immer stärkeren Radikalisierung, die bereits im Jahr 1905 ihre Anfänge nahm.

Auch damals ging von St. Petersburg eine Revolution aus, die allerdings blutig niedergeschlagen wurde.

Meuterei auf einem Panzerkreuzer

Der Stummfilmklassiker von Sergej Eisenstein aus dem Jahre 1925 erzählt eine kleine Episode aus der Revolution von 1905: die Meuterei auf einem Panzerkreuzer der Schwarzmeerflotte. „Panzerkreuzer Potemkin“ verbindet Weltgeschichte mit Filmgeschichte, worin die berühmte „Treppenszene von Odessa“ die grausame Niederschlagung der Revolution durch das Zarenregime versinnbildlicht.

Dabei gelang Regisseur Eisenstein ein avantgardistisches Politdrama, das die Entwicklung des Films und seiner Montagetechniken nachhaltig beeinflusste.

Expertengespräch mit den Historikern Scharr und Ianes 

Im Anschluss an den Film lädt „Geschichte und Region“ zu einem Expertengespräch ein. Stephanie Risse spricht mit den Historikern Kurt Scharr und Enzo Ianes über die Ursachen der Russischen Revolution und über die Ereignisse im Jahr 1917.

Auch Themen wie die Soldaten und Kriegsgefangenen aus dem heutigen Südtirol/Trentino, die sich 1917 an der russischen Front oder in Russland befanden, und die Auswirkungen, die die Russische Revolution für die Region mit sich brachte, werden behandelt. 

stol 

stol