Montag, 12. März 2018

Theater in der Altstadt: „Verscheucht“

Eine Dichterin nimmt Abschied: Es ist Else Lasker-Schülers letzter Tag im Züricher Exil, wieder einmal wird sie verscheucht – „Sechs Jahre auf Achse! Die Tippelschwester von der Wupper!“ – und diesmal ist es für immer.

Der Monolog ist eine Hommage an Else Lasker-Schüler. - Foto: Theater in der Altstadt
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Der Monolog ist eine Hommage an Else Lasker-Schüler. - Foto: Theater in der Altstadt

Auf Druck der Behörden macht sich die 1933 aus Nazideutschland Geflohene noch einmal auf die Reise nach Israel, um die Voraussetzung für einen neuerlichen Asylantrag zu erfüllen. Indes, der Kriegsausbruch wird ihre Rückkehr nach Zürich verhindern. Else Lasker-Schüler wird bis zu ihrem Tod am 17. Januar 1945 in Jerusalem bleiben.

Im Theater werden Else Lasker-Schülers letzte Stunden in Zürich zu einem bewegenden Rückblick auf ihr Leben: Kindheit im Elberfeld der Gründerzeit, dann die von Aufbruchstimmung beseelten Jahre in der Berliner Bohème der Jahrhundertwende, zuletzt die ambivalenten Erfahrungen im Züricher Exil. Erinnert werden Begegnungen, Freunde und Geliebte von Peter Hille über Franz Marc bis Gottfried Benn. 

Die Premiere des Monologs von Gerold Theobalt findet am Dienstag, 27. März 2018 umj 20.30 Uhr statt. Weitere Termine sind der 28. und 29. März 2018, sowie der 17., 18., 19., 20. und 22. April 2018 - jeweils um 20.30 Uhr. 

stol

stol