Montag, 04. November 2019

18. Kleinkunstwettbewerb “Niederstätter surPrize“

Der Europäische Kleinkunstwettbewerb „Niederstätter surPrize“ wird volljährig. Zum 18. Mal stellen sich 9 Künstler- und gruppen rund um den Erdball der Herausforderung, mit einem nonverbalen oder mehrsprachigen Programm das Publikum von ihrem Können zu überzeugen.

Bereits zum 18. Mal findet heuer derEuropäische Kleinkunstwettbewerb „Niederstätter surPrize“ in der Bozner Carambolage statt.
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Bereits zum 18. Mal findet heuer derEuropäische Kleinkunstwettbewerb „Niederstätter surPrize“ in der Bozner Carambolage statt. - Foto: © Carambolage

Dazu braucht es eine gehörige Portion Mut. Und Mut ist tatsächlich der rote Faden, der sich durch die diesjährige Festivalausgabe zieht. Es gibt Künstler, die mutig aus der Reihe tanzen, ausscheren, neue Wege beschreiten, sich in keine Schubladen einordnen lassen. Andere wagen es, gängige Muster zu hinterfragen, Hierarchien und Systeme auf den Kopf zu stellen oder scheinbaren Grenzen die Stirn zu bieten. Manche sind einfach nur anders oder couragiert ver-rückt und werfen dadurch einen erfrischend neuen Blick auf die Dinge.

Den Mutigen winken 3 Preise: der 1. Jurypreis (3000 Euro), der 2. Jurypreis (2000 Euro) und der Publikumspreis (1500 Euro) mit den dazugehörigen Siegertrophäen, die heuer vom Südtiroler Künstler Michael Fliri gestaltet wurden.

In der Fachjury sitzen Experten aus Theater und Presse: Sigrid Flenger, Christine Helfer, Greta Marcolongo, Daniela Niederstätter, Michael Denzer, Stephan Ghedina und Günther Sommia. Durch die Abende führt Peter Schorn.

Zum Programm:

Mittwoch, den 06.11.2019 – 20.30h

Lucchettino: “Lucchettino Classic“

Luca Regina und Tino Fimiani – genannt Lucchettino – sind wohl das exzentrischste Comedy-Paar Italiens. 1993 sind sie sich rein zufällig in einem Turiner Geschäft für Zauberartikel begegnet. Gemeinsam versuchten sie sich als Straßenkünstler und eroberten schließlich die größten Plätze in Europa, Afrika und Amerika. Sie ließen sich von visuellen Clowns wie Jacques Tati und Mr. Bean inspirieren, kreierten aber ihren eigenen Stil, indem sie Zauberei, Kabarett, Zirkuskünste und Schauspiel in der richtigen Dosis miteinander vermischten.

Woman’s Move/Elsa Couvreur “The Sensemaker (Nach dem Piepton)“

Die One-Woman-Show nimmt die neuen Technologien und die Bürokratie aufs Korn, und sie mixt Tanz, Theater und Pantomime. Mit Ironie zupft sie die Ängste und Frustrationen auseinander, welche die vernetzte Welt produziert. Humorvoll und doch unbequem hinterfragt „The Sensemaker“ unsere Fähigkeit, einer unfairen Autorität die Stirn zu bieten.

inmot!on: “RadYo“

Die zweifachen Yo-Yo Welt- und dreifachen Europameister stehen seit 17 Jahren gemeinsam auf der Bühne, haben mit diversen Choreografen und Coaches zusammengearbeitet und beweisen, dass Yo-Yo Spielen viel mehr ist als nur ein Auf und Ab. Ihre spektakulären Yo-Yo Tricks würzen sie gekonnt mit Comedy, Action, Musik und visuellen LED-Effekten.

Donnerstag, den 07.11.2019 – 20.30h

Olli Hauenstein & Eric Gadient: “Clown-Syndrom“

Es stehen zwei Künstler auf der Bühne, welche sich von Natur aus unterscheiden. Der Schweizer Olli Hauenstein ist Clown, der Amerikaner Eric Gadient ein talentierter Schauspieler mit Down-Syndrom. Beide gemeinsam ergeben das “Clown-Syndrom“.


Jisoo Park: “The Charming Jay“

Er stammt aus einem Land, in dem Zauberei für viele als erstrebenswertes Berufsziel gilt. Es gibt nicht nur Schulen dafür, auch Universitäten widmen sich diesem Metier. Mit 14 Jahren hat Jisoo Park in Südkorea begonnen sein Handwerk zu erlernen. Bereits mit 20 war er als professioneller Zauberer unterwegs.

Ilinastroe: “Internal destruction“

Die materielle Welt umgibt uns und beeinflusst zweifellos unser Leben. Aber wie wäre es, wenn das System auf den Kopf gestellt würde? Was wäre wenn die innersten Gefühle plötzlich all das beeinflussen, was uns umgibt?


Freitag, den 08.11.2019 – 20.30h


Denis Klopov: „Glass Harp, Spinning Balls and Umbrellas“

Der Russe ist ein wahres Multitalent. Alltägliche Dinge kann er in magische Musikinstrumente verwandeln. Unter seinen Fingern wird ein gewöhnliches Weinglas zu einem himmlischen Kristallinstrument, und eine einfache Säge singt wie eine Operndiva. Die Glasharfe wird von ihm nicht nur mit den Fingern, sondern auch mit den Ellenbogen gespielt, sodass vierstimmige Musikstücke erklingen. Das Motto des Künstlers lautet: Musik ist überall, sie lebt an den ungewöhnlichsten Orten. Um sie zu hören, braucht es nur Mut und Fantasie!

Bodecker & Neander: “Déjà-vu?“

Kennengelernt haben sich der Deutsche Wolfram von Bodecker und der Franzose Alexander Neander vor über 20 Jahren während des Studiums bei Marcel Marceau in Paris. Seitdem sind sie als Duo unterwegs und haben Publikum und Presse in über 30 Ländern begeistert. Ihre Kunst hält sich an keine Gattungsgrenzen. Sie präsentieren ein stummes Bildertheater voller Magie, mit feinstem Humor und optischen Illusionen. Ihre Geschichten sind mal heiter und vergnüglich, mal besinnlich oder tragisch.

Bruno Bieri: „genau! giusto! juste!“

Bruno Bieri überzeugt mit betörender Musik, viersprachigen Gedanken und verblüffenden Zusammenhängen. Sein eigentümliches Instrument gehört zur Familie der Handpans, das ursprünglich in Bern als „Hang“ erfunden wurde. Ihm entlockt Bieri Klänge, die dem Trommelfell schmeicheln, die Seele streicheln und den Verstand herausfordern. Dazu singt er Lieder ohne Worte mit Ober- und Untertongesängen.




stol