Die Südtiroler Tanzkooperative hat mit „Alps Move“ eine Plattform für modernen Ausdruckstanz geschaffen, die es einheimischen Tänzern ermöglicht, eigene Stücke zu produzieren und zu präsentieren und gleichzeitig den künstlerischen Austausch mit international agierenden Tänzern nachhaltig zu verstärken. Diese Form der Förderung des lokalen Tanztheaters ist auch stark mit dem Wunsch verwoben, zeitgenössische Bewegungsformen nicht nur in Bozen sondern im ganzen Land zu präsentieren. Aus diesem Grund zeigt „Alps Move“ seine Stücke heuer in Lana, Eppan, Bozen und Bruneck. Um dem interessierten Publikum in den wenigen Tagen des Festivals möglichst viele unterschiedliche Formen des Tanztheaters näher zu bringen, setzt das Programm auch heuer wieder auf die erfolgreiche Mischung von Abend füllenden Eigenproduktion und unterschiedlichen Kurzstücken. Spannende Neuerungen verspricht heuer auch erstmals die kreative Zusammenarbeit zwischen Tanz und Musik.Die diesjährige Eigenproduktion „Here, because we’re here – Do, weil mir do sein“, die am Freitag, den 22. Oktober im Raiffeisensaal in Lana Premiere hat, verspricht ein besonders humorvolles Erlebnis. Die sechs Tänzer und Tänzerinnen um den niederländischen Regisseur und Choreographen Arthur Rosenfeld zeigen einen schrägen Ausschnitt aus dem Alltag einer alternden Tanzgruppe und entfesseln dabei jene magische und chaotische Energie, die jedem kreativen Prozess innewohnt. Ein witziges Stück mit liebenswerter Selbstironie, das im November bereits zur „transtanzalpin“ in Frankfurt geladen wurde.Neben den Kurzstücken einheimischer Tänzer in Lana erwartet das Publikum auch ein Austauschprojekt mit spanischen Künstlern und die spannende spartenübergreifende Zusammenarbeit zwischen der Tänzerin Evelin Stadler und dem Passeirer Harmonikaspieler Herbert Pixner. Nicht verpassen sollte man auch die Nacht des legendären Tango Argentino bei der Milonga für alle am 24. Oktober in Lana und das TanzKonzert mit Contact Jam zu den mitreißenden Dixieklängen der Legendary St. Pauls Tschäss Band am 30. Oktober in Lana.Martina Marini und ihre Tanzschmiede hingegen nehmen auf große Nachfrage am 5. und 6. November in Bruneck ihr ergreifendes Stück „Herzleer“ vom vorigen Jahr wieder auf. Die Parabel über das Verhältnis eines jungen Mädchens zu seiner besten Freundin „Anorexia“ zeichnet das eindringliche Bild des Alltags eines magersüchtigen Mädchens und lotet die intensiven Ausdrucksmöglichkeiten des Bewegungstheaters aus.