Kafkas Werk schildert zu Beginn des 20. Jahrhunderts hellsichtig die Figur des Vertriebenen: vertrieben durch die Eltern, vertrieben aus Europa. Die Geschichte eines Heimatlosen, dem Amerika nicht zum Ort der Verheißung wird, sondern zum Land des sozialen Abstiegs. Kafkas Amerika ist kein konkretes Land, sondern ein Bild aus Mythen, Projektionen, Fakten und Fantasien. Die Reise des Auswanderers Karl Roßmann findet im Kopf statt, von der Einfahrt in den Hafen New Yorks bis zur finalen Zugfahrt zum großen Naturtheater von Oklahoma. Die Odyssee eines Anschlusssuchenden, der nicht verzweifelt und vielleicht sogar am Ende im Theater Oklahomas jenes Zuhause findet, das er fortwährend suchte.Bastian Krafts Inszenierung läuft seit 2009 erfolgreich am Hamburger Thalia Theater. Beim Theaterfestival „Radikal jung“ wurde sie 2010 mit dem Kritiker- und Publikumspreis ausgezeichnet. Bereits 2006 erschien außerdem Philipp Hochmairs Hörbuch zu „Amerika“ im Verlag Herzrasen.Die Aufführung findet am 26. November im Brixner Forum statt und beginnt um 20 Uhr. Kostenlose Einführungen um 19.15 Uhr.Karten im Südtiroler Kulturinstitut und bei Athesia Ticket. Infos unter 0471 313800, im Internet: www.kulturinstitut.org