„2012 - das europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“, gab den Impuls zu diesem Projekt.“Theakos“ hat bei diesem Stück zudem mit zwei jungen, vielsprechenden Schriftstellerinnen zusammengearbeitet: der über Südtirol hinaus bekannten Selma Mahlknecht und Maria C. Hilber,.Zwei EinakterEs sind die letzten Jahre des Menschen im Alter, die er sich, nach einer Erzählung der Gebrüder Grimm (Die Lebensalter), in seiner Unzufriedenheit von seinem Schöpfer erbettelt hat.Der Affe hatte freiwillig auf Lebenszeit verzichtet, um das Gespött und Lachen der anderen nicht zu lange ertragen zu müssen. So muss sich der lebensbegierige Mensch nun damit abfinden, in seinem verlängerten Lebensalter äffisch, würdelos zu werden.Dem Stoff nähern sich die zwei jungen Autorinnen Maria C. Hilber („Blue Moon“) und Selma Mahlknecht („Der alte Affe Liebe“) auf ganz verschiedenen Wegen.In „Blue Moon“ treffen wir auf Herrn K., der sich angesichts einer ausweglosen ärztlichen Diagnose, um das letzte Stadium des Lebens drücken will, um Krankheit und Siechtum, Verfall und langes Sterben. Seine Würde will er wahren mithilfe eines neuen Medikaments, das zur komplikationsfreien und sauberen Selbstauflösung verhelfen soll.Seine Gedanken kehren zurück zu den Menschen, die in seinem Leben wichtig waren, zu Mutter, Frau und Sohn. Aber er hat alle in irgendeiner Weise verloren und steht nun vor der Frage, ob denn wohl sein Leben vor dem Altern so durchwegs würdevoll gewesen sei.Wer weiß: Vielleicht ist er vor Allem sich selbst auf seinem Weg durchs Leben abhanden gekommen.„Der alte Affe Liebe“ führt uns in ein Hospiz, wo ein blondes junges Flittchen die Pflegerin eines alten Menschen ist. Sein Name ist Gerda oder auch vielleicht Otto: Denn wer soll das schon wissen, wenn der alte Mensch es schon selbst nicht mehr weiß.Im Rollstuhl, inkontinent, hässlich, hat er jeden Anflug von Würde längst verloren. Die Einsamkeit leistet ihm Gesellschaft, manchmal auch das Flittchen, das bei Otto noch letzte Reste von sexuellem Appetit weckt und bei Gerda die Eifersucht auf Jugend, die sich unvergänglich dünkt.Einer der beiden ist schon längst im Grab, der andere Partner wartet darauf, zu ihm zu kommen, denn sonst bleibt nichts zu tun, und führt solange den ewigen hassvollen Ehestreit fort bis zum letzten Atemzug. Doch das blonde Flittchen ist vielleicht der Engel, der Gerda oder Otto in den letzten Lebensstunden beisteht, und der Hass zwischen den beiden in Wahrheit die große Liebe.Mit Georg Kaser und Verena Dariz Tragik und Komik verbinden sich in dem Thema, das die Autorinnen aus der Sicht beider Geschlechter beschäftigt. Deren Vorlagen interpretiert dann Protagonist Georg Kaser mit Verena Dariz als Erdbeerflittchen und bezaubernde Pharmareferentin an seiner Seite.Georg Kaser aus Brixen ist Protagonist in diesen Solostücken. Als Schauspieler, Theatergründer und – leiter, sowie als Regisseur bekannt, hat er die Theaterszene im Land maßgeblich mitgestaltet. Niemand dürfte mehr Einpersonenstücke so erfolgreich gespielt haben wie er. In letzter Zeit hat er auch bei mehreren Filmen mitgewirkt.Verena Dariz, Schülerin aus Brixen, hat in mehreren Theaterstücken bereits mitgespielt und verkörpert in diesem Stück das Flittchen und die Pharmareferentin.Für die Regie konnte Marc Günther aus Frankfurt gewonnen werden, ehemals Intendant am Schauspielhaus Graz und Köln.Termine und TicketsDas Stück „Die Jahre des Affen“ wird nach der erfolgreichen Aufführung im Pfarrsaal in Naturns am heutigen Samstag in Mals, im Kulturhaus Burgeis, mit Beginn um 20.30 Uhr, aufgeführt.