Die Zutaten für dieses Ereignis bestehen laut den Verantwortlichen aus einem „komplett neuen Konzept“ mit dem Tiroler Star-Schriftsteller Felix Mitterer als Autor sowie dem gewohnten Einsatz von rund 600 Erler Bürgern, die als Passionsspieler fungieren.Die Erler Passionsspiele spannen sich über 33 Aufführungen bis zum 5. Oktober. 50.000 Besucher sollen insgesamt in die kleine Gemeinde an der Grenze zu Bayern kommen. Anfang Mai waren bereits 45.000 Karten verkauft. Die Jubiläumspassion wolle das Leben Jesu und „den Menschen dahinter“ zeigen.Zum Einsatz kommen soll ein komplett neues Bühnenbild, das durch die modernste Technik in Szene gesetzt wird. Unter anderem werden etwa 100 verschiedene Lichteffekte für starke optische Reize sorgen. Die emotionalen Momente der Passion unterstreichen das 25-köpfige Orchester zusammen mit dem 50 Stimmen starken Chor und der Orgel. Der Obmann des Passionsspielvereins, Hans Dresch, bezeichnete die Inszenierung des Tiroler Regisseurs Markus Plattner als streckenweise „revolutionär neu“, die Laienschauspieler würden in dem Stück etwa beim Einzug Jesu einen überdimensionalen Palmzweig formen oder einen Abendmahl-Tisch, der von konzentrischen Kreisen rund um Jesus gebildet werde.Begeistert zeigte sich der Obmann des Passionsspielvereins auch vom Text Mitterers. Dieser sei spannend und zugleich „sehr erklärend“ geschrieben und warte mit „nicht mehr so langen Dialogen“ auf, denen man leicht folgen könne. Mitterer habe die Passion „neuzeitlich“ interpretiert. Er stelle auch die Frauen mehr in den Vordergrund, etwa Maria Magdalena.Die Jubiläumspassion wartet zudem mit zwei Jesus-Darstellern auf, die sich für die einzelnen Aufführungen abwechseln sollen. Über den Jesus-Darsteller bei der Premiere wurde laut den Verantwortlichen inzwischen bereits per Los entschieden.APA