Unter der Regie des österreichischen Regisseurs Claus Tröger arbeiten junge Schauspieler unterschiedlicher Nationen und verschiedenster Herkunft sowohl auf als auch hinter der Bühne an dem fesselnden Stück, das den Zusammenprall der Kulturen zum Inhalt hat und in den beiden vergangenen Theatersaisonen für Furore sorgte und wichtige Preise einheimste. Nach jahrelangen erfolgreichen Koproduktionen mit renommierten österreichischen und deutschen Theatern, sucht das Stadttheater Bruneck mittlerweile also auch verstärkt den kulturellen Dialog mit Minderheitentheatern in Europa.So wurde in der Spielzeit 2008/09 gemeinsam mit dem deutschen Staatstheater Temeswar (Rumänien) eine Jugendproduktion auf die Beine gestellt – eine Verbindung, die sich als nachhaltig erweist.Aufgrund des großen Zuspruchs von Seiten des Publikums und aller Beteiligten hat sich Theaterdirektor Klaus Gasperi bei der laufenden Produktion mit dem deutsch-sorbischen Volkstheater Bautzen (Deutschland) und dem deutschen Theater Budapest (Ungarn) zwei weitere interessante Minderheitentheater mit ins Boot geholt, um das Spektrum des Austausches europäischer Minderheiten zu erweitern.Schließlich stellen die Sorben in der aktuellen Amtsperiode auch einen FUEV-Präsidiumsvertreter. Voll in das Projekt eingebunden sind auch die Studenten der vom ESF-Amt der Südtiroler Landesregierung geförderten „Europäischen Theaterschule Bruneck“, denen durch solch international beachtete Theaterprojekte der Weg für die angestrebte, professionelle Theatertätigkeit geebnet wird.Begleitet wird dieses „Minderheitentheaterprojekt“ von einem Filmteam, bestehend aus deutschen, russischen und italienischen Studenten der Filmschule Zelig, die für einen Dokumentarfilm die gesamte Entstehungsgeschichte dieser internationalen Theaterproduktion verfolgen.