Freitag, 04. März 2016

Fremde Frauen: Ein Stück über Migranten-Schicksale

In der Schubhaft treffen drei Frauen aus der arabischen Welt, Südosteuropa und dem persischen Kulturraum aufeinander. Egal ob Flucht aus politischen Gründen, Flucht aus wirtschaftlichen Gründen oder Flucht aufgrund von Homosexualität. Eines haben sie gemeinsam: Sie ließen alles hinter sich. ZUSATZAUFFÜHRUNGEN

Drei Frauen treffen im Gefängnis aufeinander.
Drei Frauen treffen im Gefängnis aufeinander.

Alle drei flüchteten aus Situationen mit brutaler (männlicher) Machtausübung, um sich schließlich in einem der sichersten Länder der Welt in keiner besseren Situation wiederzufinden.

Stundenlang sind sie Verhören ausgesetzt und die Erinnerungen sind auch noch in der Schubhaftzelle sehr lebhaft präsent. Schwebt doch darüber die unausgesprochene Frage: Warum war der Asylbescheid negativ?

 Inmitten dieser widrigen Umstände und dem Rassismus untereinander kommt es nach und nach zu einer Annäherung der drei Frauen. So können sie dem tristen Alltag auch gute Stunden abtrotzen – und dieser Trotz führt zu Mut und einem Plan. 

Was bringt einen Menschen dazu, alles zurückzulassen, um in ein unbekanntes, fernes Land zu gehen? Wie fühlt es sich an, an einem Ort ohne Familie und Freunde zu sein, wo man die Sprache nicht versteht, die Buchstaben nicht entziffern kann? Eine Verbeugung vor dem Leben eines jeden heimatlosen Menschen.
 

von Marianne Strauhs
mit Christine Lasta, Ulrike Lasta, Jasmin B. Mairhofer 
Regie: Alexander Kratzer

Zusätzliche Aufführungen im März

Das enorme Interesse und der unerwartet große Publikumsandrang hat das Theater bewogen, zwei Zusatzaufführungen einzuräumen. Diese finden am 

Dienstag 8.3. und Freitag 11.3. jeweils  um 20 Uhr

im Stadttheater Bruneck statt. Karten gibt es in allen Raiffeisenkassen des Landes.

stol

stol