„Was die Welt im Innersten zusammen hält….“.Mit nicht mehr und nicht weniger setzt sich das Hauptwerk des großen Weimaraners, Johann Wolfgang von Goethe, auseinander. Burleske und Tragödie, Sex, Liebe und Naturwissenschaft, Religion und freies Denken, alles ist hier aufs Engste verwoben, nie ganz enträtselt und doch immer aufs Neue den Versuch wert.Das Drama gilt als eines der bedeutendsten und meist zitierten Werke der deutschen Literatur und der Fausttradition selbst. Weitreichende „letzte Fragen“ um Liebe, Wahrheit, Willensfreiheit, Verantwortung, Gut und Böse, die Goethe in dem Stück zur Sprache bringt und die auch die Titelfigur beschäftigen, sind so gut oder schlecht interpretierbar, wie die Welt selbst.Laut Brecht ist es einfach eine Liebesgeschichte eines Intellektuellen mit einer Kleinbürgerin. Und das muss ja mit dem Teufel zugegangen sein!InhaltHeinrich Faust, wie der historische Faust (1480-1538) ein angesehener Forscher und Lehrer zu Beginn der Neuzeit, zieht die Bilanz seines Lebens und kommt zu einem doppelt niederschmetternden Fazit: Als Wissenschaftler fehle es ihm an tiefer Einsicht und brauchbaren Ergebnissen, und als Mensch sei er unfähig, das Leben in seiner Fülle zu genießen.In dieser verzweifelten Lage verspricht er dem Teufel seine Seele, wenn es diesem gelingen sollte, Faust aus seiner Unzufriedenheit und Ruhelosigkeit zu befreien.Der schließt mit Faust einen Pakt, verwandelt ihn zurück in einen jungen Mann, nimmt ihn mit auf eine Reise durch die Welt und hilft ihm, die Liebschaft mit der jungen Margarete, genannt Gretchen, einzufädeln.Bearbeitung und Regie: Marc GüntherPremiere: 17. Mai (20.30 Uhr)Weitere Aufführungen: 25. und 27.Mai (20.30 Uhr)Ort: Theaterpädagogisches Zentrum, Köstlanerstr. 28 Brixen