Das Leben meint es kompliziert mit Mendel Singer. Wie der biblische Hiob verliert er alles, und noch etwas mehr: den Glauben. Doch zum Schluss folgt den Hiobsbotschaften unerwartet eine große Hoffnung.Mendel Singer (Jürgen Wink), Dorflehrer im Schtetl Zuchnow, stellt sein Leben ganz in den Dienst des Glaubens. Doch seine Kinder träumen von einer anderen Zukunft. Jonas geht zur Armee des Zaren, der andere, Schemarjah, desertiert und flieht nach Amerika. Mendels Tochter schläft heimlich mit Kosaken. Der jüngste Sohn, Menuchim, ist behindert, kann nicht sprechen, nicht laufen, nicht beten. Um die Ehre seiner Tochter zu retten, entschließt sich Mendel, der Einladung seines Sohnes Schemarjah nach Amerika zu folgen, wo dieser inzwischen erfolgreich geworden ist. Doch der Preis der Freiheit ist hoch: Den kranken Menuchim muss die Familie zurücklassen. In der turbulenten Großstadt mit ihren scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten wird Mendels Glaube Schlag um Schlag auf die Probe gestellt. Es quält ihn die Frage nach der persönlichen Schuld am grausamen Schicksal. Sein fürchterliches Resümee: Wir haben zu wenig geliebt!Termine und TicketsZu sehen ist das Stück in der Fassung von Koen Tachelet am 20. Oktober in Bozen (Waltherhaus) und am 21. Oktober im Stadttheater Meran. Kostenlose Einführungen gibt es jeweils um 19.15 Uhr. Eine Besonderheit nach beiden Aufführungen: Jüdisch-Amerikanisches Dinner. Karten sind im Büro des Südtiroler Kulturinstituts und bei Athesia Ticket erhältlich. Restkarten gibt es jeweils ab 19 Uhr an der Abendkasse.