Seit der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden Tausende Kinder aus Nord- und Südtirol sowie aus Vorarlberg und der Schweiz von ihren Eltern zum Arbeiten nach Schwaben geschickt, um dort auf den Märkten wie Vieh verkauft zu werden und mit dem geringen Lohn für ihre Sklavenarbeit ihre Familien zu ernähren.Eine grundlegende Änderung trat erst ein, als 1921 in Württemberg die Schulpflicht für ausländische Kinder eingeführt wurde. Zum InhaltCharlotte, ein zwölfjähriges Mädchen aus Tirol, soll auf einem Kindermarkt in Schwaben als Saisonarbeitskraft an einen Bauer vermittelt werden.Die dreizehnjährige Anna, die schon mehrmals bei Bauern gearbeitet hat, zieht dieses Mal das vermeintlich große Los.Sie landet im herrschaftlichen Haushalt der Baronin, die sie jedoch drangsaliert. Nichts, was Anna tut, ist gut genug – bis sie einen schwachen Punkt bei ihrer Herrschaft entdeckt und unbarmherzig zurückschlägt.Ann-Christin Focke erzählt von Macht und Ohnmacht, von Demütigung und Selbstbehauptung. Sie zeigt in ihrem Stück, wie eine kaputte Gesellschaft kaputte Menschen hervorbringt, wie aus dem Gequälten ein Quälender, aus dem Geschlagenen ein Schläger wird.TicketsDie Vorstellung am 23. September beginnt um 20 Uhr.Karten können im Internet unter www.athesiaticket.it oder ab 19 Uhr an der Abendkasse erworben werden.