Montag, 23. August 2021

Im Kopf des Theatergenies Bertolt Brecht

Das Freie Theater Bozen (FTB) bringt Anfang September „The Best of Brecht“ auf die Bühne.

Das Stück „The Best of Brecht“ feiert am 3. September Premiere.
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Das Stück „The Best of Brecht“ feiert am 3. September Premiere. - Foto: © FTB
Was hat uns der deutsche Dramatiker, Librettist, Lyriker und chronische Weltverbesserer Bert Brecht heute noch zu sagen? Das Freie Theater Bozen (FTB) beantwortet diese Frage in einer Collage aus Texten und Liedern, die uns einen umfangreichen Einblick in das Leben und Schaffen eines Mannes geben, der nicht nur das deutsche Theater wie kaum ein anderer im 20. Jahrhundert geprägt hat.

Reinhard Auer, der mit dem FTB so etwas wie ein Spezialist in Brecht-Fragen ist, lässt dank seinem Ein-Mann-Orchester Stefan Geier am Akkordeon, nicht nur die Puppen, sondern auch seine Schauspieler tanzen, singen und ein Augenzwinkern über den Bühnenrand schicken.

In vier Bildern erfahren wir etwas über Brechts Leben, sehen aber vor allem seine Haltung gegenüber den politischen Missständen seiner Zeit, die unserer ja gar nicht mehr so unähnlich ist, oder vielleicht niemals war. Natürlich würde das Programm nicht The Best of Brecht heißen, wenn Songs aus der „DreiGroschen Oper“, „Happy End“, „Mutter Courage und ihre Kinder“, aber auch Texte und Gedichte aus „Mann ist Mann“, „Der gute Mensch von Sezuan“, „Bertolt Brechts Hauspostille“ und Prosa wie die vom „Herrn Keuner“ fehlen würden.

Brecht, für den Unterhaltung und Belehrung sich immer gleichberechtigt die Waage hielten (anders vielleicht als heute) und der seinem Publikum immer auch aufzwang zu hinterfragen, in welcher Welt sie leben, auch wenn seine Theaterstücke in weit entfernten Ländern oder schon vergangenen Zeiten spielten, geht hier wie sein eigener Zeitzeuge durch das Programm, man kommt ihm nah, er lässt uns schmunzeln und beantwortet uns vielleicht die Frage, was das eigentlich für ein Mensch war, wie er zu den Frauen stand, zu seinen Zeitgenossen, Politik, Geld und dem Menschen an sich.

Das alles dank einer Auswahl an Texten von und über ihn, die es in Südtirol wohl so bald nicht mehr zu sehen und hören geben wird.

Es singen und spielen Gabriele Langes, Susanna Magdalena Geier, Elisabeth Langes, Christoph Morais Fortmann, Thomas Giegerich / am Akkordeon Stefan Geier (TriOlé)

Dramaturgie & Regie: Reinhard Auer / Kostüme: Sieglinde Michaeler & Walter Granuzzo / Maske: Katharina Pöder / Licht & Ton: Albert Gross & Julian Geier

Premiere ist am Freitag, 3.September 2021 um 20.00 Uhr in der Fahlburg in Prissian

stol

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