Er freue sich schon auf die Intendanz am TLT, sagte Reitmeier bei seiner Präsentation am Montag in Innsbruck. Mit Reitmeier folgt der derzeitigen Intendantin Brigitte Fassbaender im Sommer 2012 ein Mann nach, der bereits Erfahrungen im Dreispartentheater gesammelt hat. Seit neun Spielzeiten ist er Intendant am Pfalztheater Kaiserslautern.Der 48-jährige Bayer will am TLT für Kontinuität sorgen. Er glaube nicht, dass angesichts der künstlerischen und wirtschaftlichen Erfolge eine radikale Kurskorrektur notwendig sei. Lediglich das Schauspiel hänge den anderen Sparten etwas nach. Dort sehe er daher auch Handlungsbedarf. In Kaiserslautern habe er mit Inszenierungen großer Klassiker das Publikum erreichen können, ließ Reitmeier mögliche Pläne für die Sparte Schauspiel anklingen. Akzente will der neue Intendant jedoch in allen Sparten setzen. Großen Wert lege er auf die pädagogischen Aspekte der Theaterarbeit. Er freue sich daher schon darauf, etwas für die Förderung des Publikums zu tun.„Ich freue mich sehr über das mir entgegengebrachte Vertrauen. Die Intendanz am Tiroler Landestheater ist eine große Herausforderung, die ich gerne annehme im Bestreben, den erfolgreichen Weg von Kammersängerin Brigitte Fassbaender fortzusetzen und mit eigenen Ideen zu bereichern. Ich bin jemand, der ohne Wenn und Aber für das Theater brennt“, versicherte Reitmeier.Reitmeier wurde 1962 in Bad Kötzting im Bayerischen Wald geboren. Er studierte Theaterwissenschaft, Kunst- und Literaturgeschichte in München. Später arbeitete er als freiberuflicher Regisseur an verschiedenen deutschen Theatern und Freilichtbühnen. Dabei entstanden Inszenierungen in allen Sparten des Musik- und Sprechtheaters. Von 1996 bis 2002 war er Intendant des Südostbayerischen Städtetheaters. In diese Zeit fielen auch Regiearbeiten am Bayerischen Staatsschauspiel München. Zu seinen wichtigsten Regiearbeiten zählen Ibsens „Peer Gynt“, das Musical „Nostradamus“ (auch als Autor) und die Uraufführungen der Rockspektakel „Abydos“ und „Ludus Danielis“ sowie die Wiederentdeckung von Erich Wolfgang Korngolds Oper „Das Wunder der Heliane“.apa