Insgesamt stehen beim 13. Europäischen Kleinkunstwettbewerb „Niederstätter surPrize“ neun Künstler und –gruppen zur Auswahl. Und alle werden versuchen, an drei Tagen für jeweils 30 Minuten den Geschmacksnerv der Fachjury und des Publikums zu treffen. Den Wettbewerbsregeln entsprechend sind die Programme stets nonverbal oder mehrsprachig.Für die geschmackvollsten Darbietungen winken Preisgelder von 3.000 Euro (1. Jurypreis), 2.000 Euro (2. Jurypreis) und 1.500 Euro (Publikumspreis). Darüber hinaus erhalten die Sieger Trophäen, die in diesem Jahr vom Südtiroler Künstler Hubert Kostner gestaltet wurden.In der Fachjury sitzen Experten aus Theater und Presse: Doris Brunner, Helene Delazer, Maria Niederstätter, Andrea Marcellino, Andreas Marmsoler, Günther Sommia und Luca Sticcotti. Durch die Abende begleitet Sie Brigitte Knapp.Mittwoch, den 05.11. – 20.30hCompagnia ZiBa (I): “Limbus Cabaret”L’Enfer c’est le VarietéTauchen Sie gemeinsam mit der Compagnia ZiBa in die fantastische Welt des Varieté der 20er Jahre ein. Freuen Sie sich auf Slapsticknummern, Akrobatik, Tanz, Jonglage und Clownerie – und lassen Sie sich so ganz nebenbei ihre Geschichte erzählen…Die drei Schauspieler sind in der Vorhölle gefangen und aus einem ganz bestimmten Grund dazu verdammt, die Erschaffung ihres Varietè-Programms immer wieder zu durchlaufen. Immer und immer wieder!Das „Limbus Cabaret“ ist ein Schauspiel, das nicht existiert, nie existiert hat und nie existieren wird. Und trotzdem: Falls Sie zur Vorstellung des „Limbus Cabaret“ kommen, werden Sie eine einzigartige Show erleben! Mit Laura Belli, Lorenzo Torracchi und Michele Pagliai.“Die Gruppe vereint die akrobatische Tradition der Commedia dell’arte mit neuen Formen des modernen Bewegungstheaters in so harmonischer und herausfordernder Art und Weise, dass man sich wünscht von diesen Künstlern noch viele Produktionen zu sehen.” (Herzbaracke)Theater Vogelfreitag (CH): “Kantensprung”Masken- und MaterialtheaterEs ist ein wortkarges Bruchstück in mehreren Sätzen.Denn am Anfang war lange nichts – gar nichts. Gut, ein Knistern vielleicht, ein Pochen, ein Herzschlag. Und dann, nach und nach, war plötzlich alles auf einmal: Augen und ihre Blicke, Füße und ihre Wege, Wesen und ihre Geschichten.„Kantensprung“ erzählt auf ganz eigene Weise und mit poetischem Schalk die Evolutionsgeschichte – vom Urknall bis hin zur Generation Handy. Ganz genau so, wie es ungefähr war.Johanna Wyss und Martin Kaufmann präsentieren ein visuelles Stück Theater mit viel Humor und wenig Worten, eine fantasievolle Reise durch die wundersamsten Ecken und Kantensprünge der Zeitgeschichte.„Mit ihren selbst entwickelten und gebauten Masken faszinieren die beiden und sorgen für heitere Augenblicke im Theater.“ (Martina Flück)Loco Brusca (ARG/ES): “Mr. X”Un teatre no apte per a tímidsIst er ein Psycho-Clown, ein Grenzgänger oder gar Therapeut? Loco Brusca lässt sich in keine Schublade stecken. Er ist ein Performer, der sein Publikum in Atem hält, verblüfft und zum Nachdenken anregt.Mr. X – so der Name seiner Kunstfigur - ist ein Gefangener des modernen Lebensstils der heutigen Gesellschaft, von Machtkämpfen, Stress, Reizüberflutung und Junkfood umzingelt. Doch plötzlich hält er dem Druck nicht mehr Stand. Sein Instinkt gewinnt Überhand, seine wahre Natur kommt zum Vorschein und Mr. X tut Dinge, die er zuvor niemals getan hätte...Loco Brusca präsentiert eine moderne Interpretation der Dr. Jekyll & Mr. Hyde-Geschichte. Dabei ist er kein Mann der großen Worte, sondern setzt Akzente mit seinen Aktionen. Eine dramatische Mischung aus Bewegungstheater, Pantomime und Butho - ohne jegliche Tabus. Sind Sie bereit für diese Erfahrung?Donnerstag, den 06.11.2014 – 20.30hCompagnie Zinneke Kabuki (BE/F): “Doffice!”Un monde du travail très burlesqueZwei Schauspieler, etwas Dekor, keine Requisiten, kein Text – aber eine Körpersprache zum Niederknien! Als ob sich die Marx Brothers in einen Cartoon verirrt hätten!Michel Carcan und Othmane Moumen schildern in „Doffice!“ ihren ganz gewöhnlichen Büro-Alltag. Sie sind Opfer der Monotonie und vertreiben sich die Zeit mit verrückten Spielchen. Ihre Fantasie kennt dabei keine Grenzen.Doch ist alles nur ein Scherz oder geht es unter der Oberfläche um viel mehr? Geht es letztlich doch um Machtkämpfe, Wettbewerb und Generationenkonflikte? Möchte der Junge eh nur die Karriereleiter hochklettern und den Alten reinlegen? Werden die beiden diesen ganzen Wahnsinn schadlos überstehen?Freuen Sie sich auf die schräge und humorvolle Welt der Compagnie Zinneke Kabuki, genießen Sie die visuellen und akustischen Gags - und lassen Sie sich von Ihrer eigenen Vorstellungskraft treiben!Heavy Fingers (F): “Jamm 2”Rire dans un flot d’harmonie musicaleDas legendäre Saxophon-Quartett „Heavy Fingers“ hat sich besetzungsmäßig verändert. Ein neues Mitglied wurde aufgenommen. Doch irgendwas stimmt mit dem Typen nicht. Er hat keine Ahnung, wie man auf einem Saxophon spielt!!! Der Betrüger ist schnell entlarvt, und nun gibt es eben ein Saxophon-Quartett mit drei Saxophonen und einer Trompete.Doch wie wird sich der Eindringling integrieren? Wird er sich wie ein Spielverderber aufführen? Wie werden die anderen mit ihm umgehen? Seien Sie Zeuge dieses humoristisch-musikalischen Wettstreits, dargeboten von vier herausragenden Musikern.Arnaud Jourdy, Ludovic Vernu, Jacques Ponthus und Manuel Fillat scheuen weder Jazz noch Klassik, Salsa oder Hardrock und schaffen damit eine einzigartige Atmosphäre. The quartet is born again…La Santa Rodilla (I/PE): “Manologias”Magnifiche mani-polazioniIn „Manologias“ hauchen die Darsteller Renato Curci, Carmine Basile und Deianira Dragone sympathischen Figuren Leben ein. Sie benutzen dafür lediglich ihre Hände und Finger, mal einen Ellenbogen oder ein anderes Körperteil sowie kleine Gegenstände wie Tischtennisbälle, Blumen oder Stoffreste. Mit spärlichsten Mitteln zeigen sie uns den ganzen Schatz, der in leeren Händen versteckt sein kann.So schütteln sie ganze Kurzgeschichten aus ihren Ärmeln. Mal sind sie komisch, mal berührend und poetisch, aber stets ohne Worte. Mit einer verblüffend-originellen Bildsprache erzählen sie Geschichten, die dem Alltag, ihren Träumen oder ihrer blühenden Fantasie entsprungen sind.Das Künstlerkollektiv „La Santa Rodilla“ wurde 2004 in Lima (Peru) gegründet und hat sich zum Ziel gemacht, mit seinen verschiedenen Produktionen die Zuschauer zu berühren und Lebensfreude zu vermitteln.Freitag, den 07.11.2014 – 20.30hLa Volga (F/ES): „Monsieur et Madame O“Tragicomédie visuelleAn einem Tisch sitzen ein Mann und eine Frau. Sie sind schon lange verheiratet und lieben und zerfleischen (!) sich gegenseitig. Wie zwei Gefangene ihrer selbst nehmen sie Tag für Tag mit der Präzision eines Uhrwerks den Tanz ihrer Gewohnheiten und lächerlichen Routinen auf. Bis zu jenem Tag, an dem dieser millimetergenaue „Pas de deux“ zu einem Duell entgleist.Akrobatische Aktionen und Verfolgungsrennen wechseln einander ab, das Tempo steigert sich, und in einer Lawine explosiver Situationen kippt die Tragik ins Burleske!Blicke, Gesten und Bewegungen machen hier jegliches Wort überflüssig. Sie werden schon sehen! Die beiden Komödianten Maria Cadenas und Laurent Clairet bieten Gewalt, Sex und Tränen – aber vor allem viel Gelächter.“Oh! Quelle surprise… spectacle créatif, original, drôle et poétique.“ (La République du Centre)ymedioteatro (ES): “SIE7E”The object microtheatre“SIE7E” ist ein Minitheater auf Rädern, dass europaweit unterwegs ist. Im Inneren, auf nur SIEBEN (spanisch SIE7E) Quadratmetern, können Gruppen mit bis zu 15 Personen kurze Aufführungen erleben. Eigens für unser Festival begibt sich die spanische Truppe nun auf eine richtige Theaterbühne!Die Künstler Álex Ramos, Meri Fernández und Santos Sánchez lassen Träume wahr werden. Sie zeigen überraschende Comedy-Sketche, die auf der Manipulation von Alltagsgegenständen beruhen. Auf magische Weise werden Objekte zum Leben erweckt und erzählen uns ihre bewegenden Geschichten.“How can one white plastic bag have so many thoughts? So many feelings?” (Morten Hede)“It is incredible how they can make your imagination fly with so simple objects as two jars and two heel shoes. It has been a very endearing and funny show that I know that has charmed everyone.” (El Almería)Baccalà Clown (CH/I): „Pss Pss“Zeitgenössische ClownerieUm die Faszination dieser beiden Clowns wirklich verstehen zu können, führt kein Weg daran vorbei, sie live auf der Bühne zu erleben. Man könnte von zwei verschmitzten, liebenswerten Artisten mit einem perfekten Timing schwärmen, von einer einzigartigen Mischung aus Mikro-Akrobatik und Poesie. Doch jede Art von Beschreibung trifft immer nur Teilaspekte der phänomenalen szenischen Präsenz dieses Duos.Ohne Worte und nahezu ohne Requisiten, nur mit einem Apfel und einem kleinen Koffer ausgestattet, entführen Camilla Pessi und Simone Fassari die Zuschauer in das faszinierende Universum des zeitlosen Clowns. Brillant und innovativ – ein Paar zum Verlieben!“Everything in humor and mimes on the steps of Marcel Marceau. An unequalled talent and dexterity.” (Le Te´le´gramme)“Baccalà offered a jewel of tenderness and universal poetry.” (Les Dernie`res Nouvelles d’Alsace)