Der alte Leopold kommt mit seiner zukünftigen Gemahlin Ariel, einem gepuderten Schäfchen mit Hut, das von Nonnen gebildet und am College die halbe Baseballmannschaft im Bett hatte. „Ich bin ein Opfer meiner Leidenschaften“, jammert sie mit Porzellanstimme, doch auch der nüchterne Leopold versteift sich im Entzücken, als er der jungen kessen Krankenschwester Dulcy die Hand küsst.Sie liest nicht nur jede Menge Bücher, die sie von ihren Patienten geschenkt bekommt, was dem Philosophen Leopold akkurat das Herz öffnet, sie kennt sich außerdem perfekt mit allen menschlichen Organen aus, weiß zumindest ihr Liebhaber, der Arzt Maxwell, zu erzählen.Nur noch eines: SexDas sind also die sechs Menschen der „Mittsommernachts-Sex-Komödie“ von Woody Allen. Und bald will Leopold nur noch eines: Sex mit Dulcy.Und Maxwell und Andrew wollen auch nur noch eines: Sex mit Ariel.Doch im wuchernden, intimen Gebüsch ist das alles nicht so einfach. Alle wollen sich verstecken und sind sich gerade deshalb im Weg.Das wird ob der phantastischen Schauspieler und ob der Regie, die das Stück an den Rand des Übermuts streichelt, zu einer geradewegs köstlichen, tollen, turbulenten Komödie, mit rotschwänzigen Sumpfvögeln, profanierten Amorpfeilen und einem erigierenden Baumstamm.Eine Hommage an Shakespeares „Sommernachtstraum“ à la Woody Allen und Regisseur Matthias Hartmann. Lukas Bertagnolli____________________________________________________________________________ Lesen Sie die vollständige Rezension in der Freitagausgabe der Tageszeitung „Dolomiten“.