In einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs gab es kaum eine europäische Bewegung, die Medien, Politik und Öffentlichkeit der Bundesrepublik Deutschlands derart in Atem hielt, wie die Rote-Armee-Fraktion um Andreas Baader und Ulrike Meinhof. Was als friedliche Studentenbewegung gegen den Kapitalismus des Westens und die Grausamkeiten des Vietnam-Krieges begann, entwickelte sich bald zu einer der prominentesten Aktivisten- und Terrorgruppen des 20. Jahrhunderts.Das Rotierende Theater bringt nun eine Textmontage über die Quer- und Charakterköpfe, den Hype um die Helden einer Revolution und die Idee einer besseren Welt auf die Bühne. Das Ziel dabei ist nicht einfach politische Bildung, sondern vielmehr das Beleuchten einer gesellschaftlichen Welle, die sich mit großen Ideen und brutaler Gewalt in Geschichte und Köpfe einbrannte.Idee und Text stammen von Joachim Goller, der auch Regie führt, die Bühne hat Johanna Kiebacher konzipiert, die Projektion kommt von Rixa Rottonara, Raphael Kolhaupt. Auf der Bühne stehen Mirjam Falkensteiner, Thomas Jöchler, Viktoria Obermarzoner, Sabrina Pfattner, Andrea Rabensteiner, Anton Rainer, Manuel Saxl und Claire Touboul.Die Aufführungen sind am 1., 2., 4., 5., 7. und 8. Juni jeweils um 20.30 Uhr im Anreiterkeller der Brixner Dekadenz zu sehen.