Donnerstag, 07. Juli 2016

Rotierendes Theater im Kapuzinerkeller Klausen

Das zeitgenössische Jugendstück „Als wäre ich Papier“ von Daniela Dröscher spricht über die Fallgruben des Erwachsenwerden.

Das zeitgenössische Jugendstück „Als wäre ich Papier“ lädt zum Nachdenken ein.
Das zeitgenössische Jugendstück „Als wäre ich Papier“ lädt zum Nachdenken ein.

„Als wäre ich Papier“ erzählt die Geschichte einer Katastrophe. Wer hat Schuld am Absturz eines Kindes? Kann immer alles so bleiben, wie es ist? Und was bedeutet es eigentlich, jung zu sein? 2013 führte das Rotierende Theater das Stück der jungen Berliner Autorin unter der Regie von Joachim Goller erstmals in Brixen auf – 2016 folgte die Wiederaufnahme im Rahmen des internationalen JugendTheaterFestivals Kremsmünster. Um auch dem Südtiroler Publikum das zeitgenössische Stück näherzubringen, zeigt das Rotierende Theater ab Donnerstag, dem 7. Juli drei Aufführungen von „Als wäre ich Papier“ jeweils um 20:30 Uhr im Kapuzinerkeller Klausen.

Generationenkonflikt und Erwachsenwerden

Die Geschwister Liz, Vinc, Ruby und Alice bewohnen gemeinsam ein Kinderstockwerk, mit winzigen Betten und Waschbecken. Sie spielen Puppen und backen Pfannkuchen, entdecken Häuser im Wald und die Grenzen ihrer eigenen Wunschvorstellungen. Unzertrennlich verfeindet kämpfen sie um die Liebe ihrer Eltern, beginnen zu lügen und pochen auf ihre Unabhängigkeit. Und dann, irgendwann, sind die Betten und Waschbecken zu klein, die Kinder werden erwachsen. Nur Liz, die Jüngste, tobt, dass sie nicht groß werden will – sie raucht, experimentiert mit Jungs und probt den ewigen Rausch. Später wird die Mutter sagen: „Es hätte der Himmel werden sollen, aber es ist die Hölle geworden.“ 

stol

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