Dienstag, 09. Juli 2019

Schlossfestspiele 2019: Don Quijote erobert Dorf Tirol

Zum 3. Mal verwandelt sich das Schloss Tirol vom 20. Juli bis zum 10. August in ein Freilufttheater und lockt die Zuseher nach Dorf Tirol. Dieses Jahr präsentieren die Schauspieler rund um Regisseur Torsten Schilling den spanischen Klassiker von Miguel de Cervantes „Don Quijote“.

Vom 20. Juli bis 10. August finden in Dorf Tirol wieder die Schlossfestspiele statt. Im Bild v.l.: Sabine Ladurner (Haushälterin), Joseph Holzknecht (Pfarrer), Günther Götsch (Don Quijote) und Max G. Fischnaller (Sancho Pansa). - Foto: DLife
Vom 20. Juli bis 10. August finden in Dorf Tirol wieder die Schlossfestspiele statt. Im Bild v.l.: Sabine Ladurner (Haushälterin), Joseph Holzknecht (Pfarrer), Günther Götsch (Don Quijote) und Max G. Fischnaller (Sancho Pansa). - Foto: DLife

Nach dem Erfolg von „Ein Sommernachtstraum“ im vergangenen Jahr und der Schlossfestspielpremiere „Die Verfolgten“ 2017, das die dramatischen Ereignisse aus der Zeit der Freiheitskämpfe und Religionskriege zeigte, entschied man sich dieses Jahr für eines der meistübersetztesten Werke weltweit, „Don Quijote“.

Das Stück dreht sich um den verarmten Adeligen, „Don Quijote“, der beschließt Ritter zu werden, auf Abenteuerreise zu gehen und verschiedenste Hürden zu bewältigen.

Aus dem Werk von Miguel de Cervantes stammt unter anderem das berühmte Sprichwort: „Gegen Windmühlen ankämpfen“, da „Don Quijote“ versucht gegen Windmühlen zu kämpfen, weil er sie für feindliche Riesen hält.

„Jeder kennt´s, keiner hat´s gelesen“

Die Schlossfestspiele finden in diesem Sommer vom 20. Juli bis zum 10. August statt. Die Zuschauer erwartet ein musikalisches Schauspiel, geschrieben von Regisseur Torsten Schilling, der eine eigene Fassung des Stücks passend zum speziellen Ambiente ausgearbeitet habe.

„Jeder kennt´s, aber keiner hat´s gelesen“, sagt Torsten Schilling über das Meisterwerk mit mehr als 1000 Seiten. Man solle sich daher die Aufführungen der diesjährigen Festspiele nicht entgehen lassen, bemerkte Schilling mit einem Augenzwinkern.

Er habe nur die besten Schauspieler für dieses Stück ausgewählt. Die Hauptrolle übernimmt der Meraner Günther Götsch. Für die musikalische Begleitung sorgt ein Trio um Manuel Randi, der die Bühnenmusik komponiert hat und das Stück mit Gitarrenklängen begleiten wird.

Günther Götsch spielt "Don Quijote". - Foto: DLife

Günther Götsch spielt "Don Quijote". - Foto: DLife

„Träumen ist die Triebkraft des menschlichen Lebens“

Auch heute gebe es noch einen aktuellen Bezug zum verarmten Adeligen erklärten Regisseur Schilling und Götsch im STOL-Interview.

Don Quijote wolle Werte wie Treue, Liebe und Ehrlichkeit verteidigen, scheitert letzten Endes aber an der Realität. Dennoch könne man sich laut Schilling einiges vom spanischen Ritter abschauen, denn „Don Quijote war ein Träumer und Träumen ist die Triebkraft des menschlichen Lebens.“ Egal, ob Freude, Leid, oder Widerstand Don Quijote stehe zu seinem Wort und folge stets seinem Traum.

stol/jno

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