Freitag, 31. März 2017

Stadttheater Bruneck zeigt Homo faber

Max Frisch stellt mit seinem 1957 veröffentlichten Roman Technik und Mythos nicht als Gegensätze gegenüber, sondern zeigt sie als komplementäre Bildnisse einer Weltauslegung. Am 8. April feiert das Stadttheater Bruneck die Premiere der Bühnenfassung.

Am 8. April feiert das Stadttheater Bruneck die Premiere der Bühnenfassung.
Am 8. April feiert das Stadttheater Bruneck die Premiere der Bühnenfassung.

Walter Faber ist ein Vernunftmensch, ein Macher. Er glaubt sein Leben vollkommen im Griff zu haben. Doch als er in einem Passagierflugzeug über der Wüste von Tamaulipas, Mexiko notlanden muss, beginnt für ihn eine abenteuerliche Reise, die sein Leben aus den Fugen geraten lässt.

Er begibt sich mit Herbert, den er im Flugzeug kennenlernt und der der Bruder seines alten Freundes Joachim ist, nach Guatemala. Dort finden sie Joachim tot vor und bestatten ihn. Da Walter dienstlich nach Paris muss, beschließt er spontan eine Schiffsreise zu unternehmen.

Er lernt auf dem Schiff die junge Sabeth kennen, ohne zu wissen, dass sie seine Tochter ist.

Sabeth wurde von Hanna, Walters Jugendliebe, und Joachim großgezogen, nachdem Faber Hanna verlassen hatte, um beruflich ins Ausland zu gehen. Sabeth und Walter verlieben sich, doch was glücklich beginnt, endet in einer Tragödie von antikem Ausmaß.

Max Frisch stellt in seinem Roman die alles überdauernde Frage nach der Schuld menschlichen Handelns und setzt Walter Faber immer wieder dem Schicksal aus.

Es spielen: Klaus Rohrmoser, Nenad Šmigoc, Jasmin B. Mairhofer und Ingrid M. Lechner

Regie: Claus Tröger, Bühnenbild: Klaus Gasperi, Licht: Jan Gasperi, Video: Jiri Gasperi

Premiere: 8. April 2017 – Beginn 20 Uhr

Weitere Aufführungen am: 9. April sowie am 10./11./13. und 14. Mai 2017

Beginn jeweils um 20 Uhr.

stol

stol