Mittwoch, 11. Oktober 2017

TidA: „Solange wir noch sterben, brauchen wir den Tod“

Das Theater in der Altstadt zeigt eine Oper in sieben Szenen für vier Sänger, Klavier und präparierte Gummienten.

Eine Oper in sieben Szenen für vier Sänger, Klavier und präparierte Gummienten. - Foto: TidA
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Eine Oper in sieben Szenen für vier Sänger, Klavier und präparierte Gummienten. - Foto: TidA

Das Leben zwischen Langeweile und Stress. Der Körper atmet vor sich hin, das Gefühl und der Verstand hadern mit der Unzulänglichkeit des Daseins. Plötzlich betritt der Tod die Szene und alles Zweifeln wird hinfällig: Jetzt schon sterben? Alles Verhandeln ist jedoch unnütz, es gibt keinen Aufschub. Einmal noch eine Sahnetorte essen oder auf einer duftenden Wiese liegen - dafür ist es nun zu spät, muss das Gefühl mit Bedauern erkennen.

Der Körper fühlt seine Kräfte schwinden, während der Verstand versucht, das Sterben richtig und ordentlich zu erledigen. Doch wie macht man das? Zum Glück gibt es einen Experten, denn der Tod ist jetzt ja da.

Über sieben Szenen entfaltet sich auf teils humoristische, teils sarkastische Weise ein dialektischer Diskurs zwischen den Seinskräften, wird zu onthologischer Meditation und Initiationsritual für alle Beteiligten, auch für die Zuschauer. Vielleicht wissen wir am Ende mehr, wenn der Tod erklärt: „Die Antworten auf alle Fragen liegen alle in den Fragen selbst.“

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Die Aufführungen finden am 17. Oktober im Jugend- und  Kulturzentrum UFO in Bruneck um 20 Uhr und am 28. Oktober um 20.30 Uhr im Meraner Theater in der Altstadt statt.

Musik und Libretto: Daniel Oberegger, Sänger: Katja Trojer, Barbara Dorfmann, Christoph Achmüller, Paul Brugger, Klavier: Daniel Oberegger, Regie und Choreographie: Alessio Silvestrin, Musikalische Leitung: Jean-Michel Boulay.

stol