Musik als Symbiose – gemeint ist das Zusammenleben ganz unterschiedlicher Klangsprachen: Jahrhunderte gewachsener Instrumentalmusik einerseits, elektronischer und digitaler Verfahren andererseits. Im heutigen postdigitalen Zeitalter, so zeigt Chromoson, entstehen daraus hybride Formen, in denen die Grenzen verschwimmen und neue ästhetische Räume aufscheinen. Mit dabei auch die Uraufführung des aus dem Medienkunstbereich stammenden Sound Artists Hannes Hölzl, dessen digitale Klangwelt zusätzliche Perspektiven und Denkweisen erfahrbar macht.<BR /><BR /><b>Dienstag, 16.09., 19:00 Uhr – Talk mit Kurator und Komponist:innen, 20:00 Uhr – Konzert, Schwarz GmbH Frangart</b><h3> Konzertant-performative Meta-Oper: Klangforum Wien meets Needcompany</h3>Am Mittwoch gehört dann erstmals die Bühne in der Ex-Masten Halle in Bozen Süd dem Klangforum Wien. Amopera ist das Ergebnis der “radikalen Zusammenarbeit„ der belgischen Needcompany mit dem Klangforum Wien und führt Bruchstücke aus den letzten 100 Jahren Operngeschichte in eine ganz neue Form zusammen. Die ausgewählten Fragmente beschränken sich dabei nicht auf die Gattung Oper – der Abend verbindet Opernarien, Lieder, Ausschnitte aus Monodramen und experimentellere Verbindungen von Instrument und Gesang. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1212369_image" /></div> <BR /><BR />„Vor den ersten Tönen an ist man ja skeptisch: Kann das gut gehen, bei so vielen Stilen, Geschichten, Konzeptionen, Meta-Oper in Meta-Ebenen, schon von den Komponisten in teilweise kaum zu fassenden Welten eingebaut, gebastelt, verklausuliert? Es geht mehr als gut, denn Professionalität in der Umsetzung und eine fast kindliche Neugier und Kreativität gehen bei dem während der Corona-Zeit entstandenen und 2022 in Erl erstmals präsentierten Projekt so sehr Hand in Hand, dass man als Zuhörer selbst zum staunenden Kind vor dem sich hier rasant drehenden Menschen- und Klangkarussell wird“, schreibt die Neue Musikzeitung.<BR /><BR /><b>Mittwoch, 17.9., 20:00 Uhr, Ex-Masten, Bozen</b><h3>Schlanders - Bozen - Bruneck: Beginnend mit einer Auseinandersetzung mit Marina Abramovic fächert das Programm sich auf drei Spielorte auf</h3>Am Donnerstag ist Ex-Masten nur einer von drei Spielorten, an denen Transart sein 25. Jubiläum feiert, in dem ein Bogen in die Anfangstage des Festivals geschlagen wird, neben Bozen sind die Basis Schlanders und der NOI Techpark Bruneck Schauplätze dieses zeitgleich geschalteten Abends.<BR /><BR />Den Auftakt macht überall um 20:00 Uhr ein Remote-Talk (Video) mit der aus Manchester zugeschalteten Performance-Legende Marina Abramovic – 23 Jahre nach ihrem außergewöhnlichen Auftritt bei der zweiten Ausgabe von Transart im Jahr 2002. Nun kehrt sie immerhin virtuell nach Südtirol zurück und erzählt über ihre einzigartige künstlerische Praxis. Ausgangspunkt ist dabei die Entstehung der Performance The Composer in Bozen 2002. Das Publikum in Bozen kann diesen einzigartigen Moment in der Festivalgeschichte im zweiten Teil des Abends dank der außergewöhnlichen Bühnenpräsenz von Kira O’Reilly noch einmal erleben.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1212372_image" /></div> <BR /><BR />Nach dem Talk geht das Programm an allen drei Spielorten eigene Wege: Während in Bozen das Klangforum Wien in die Rolle des Frozen Orchestra schlüpft und zuvor die zwischen 1985–1989 entstandene Komposition Blue Cliffs, eines der eindrucksvollsten Werke des in Kuba geborenen Komponisten Jorge Lopez, zur Aufführung bringt, ist in der Basis Schlanders Geumhyung Jeong zu erleben. Ihre Performance Find, Select, Copy and Paste reduziert sich auf den nackten Körper als einziges Bühnenelement. Mit repetitiven Bewegungen verwandelt er sich in eine mechanische Struktur und macht das Spannungsfeld von Kontrolle, Subjekt und Objekt erfahrbar. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1212375_image" /></div> <BR /><BR />Im NOI Techpark in Bruneck ist das Ensemble Azione_Improvvisa mit seinem neuen Projekt Nova Selva Sonora zu erleben. Der Klangwald, den die vier Musiker:innen entwerfen, lässt Zeit gedehnt, verdoppelt oder ausgelöscht erscheinen. Neue Werke von Mauro Lanza, Maurizio Azzan und Einike Leppik verschmelzen mit installativen Kompositionen von Lula Romero zu einem immersiven Klangpfad ohne Unterbrechung.<BR /><BR /><b>Donnerstag, 18.9., 20:00 Uhr, Schlanders, Bozen, Bruneck: Talk-from-Remote, im Anschluss weiteres Programm.</b><BR /><BR />Alle Adressen und Locations: <a href="https://www.transart.it/" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">www.transart.it</a>