Am vierten Festivaltag wird um 17 Uhr am Walterplatz das neue Buch von Reinhard Christanell „L’alfabeto di Bolzano“ (Alphabeta Verlag) vorgestellt. Mit dem Autor wird sich der Direktor der Zeitschrift Metropolis, Paolo Florio, unterhalten. Sich verlieren oder sich wieder finden? Dies könnte die Frage sein, die die Reiseerzählungen Christanells inspiriert. Für Christanell liegt der Sinn des Reisen, besonders des Wanderns, darin, sich wirklich „auf Reisen“ zu begeben, sich selbst in Frage zu stellen.Originelle LektüreAm Weg entlang und später beim Erzählen der Wanderungen selbst greift der Autor verschiedene „Fundstücke“ auf, die alle gemeinsam eine Art persönliches Alphabet bilden, das gleichzeitig faszinierend und unvorhersehbar ist. „L’alfabeto di Bolzano” ist eine originelle Lektüre in einem allzu oft widersprüchlichen Land, das geradezu eine Autonomie von den Völkern, die es bewohnt haben, zu beanspruchen scheint.Buchvorstellung um 18.30 UhrUm 18.30 geht es am Walterplatz los mit „Lesen im Freien”: Buchvorstellung “Sportklettern in Südtirol” von Alpenverein Südtirol. Hrsg. Vertical Life. Eine Podiumsdiskussion zu Klettergärten und Einbohren in Südtirol mit Vertretern vom Alpenverein, dem Amt für Naturparke und einem Bergführer und Routenerschließer.Abschluss des Tagesprogramms bildet ein Alpinismusabend, der in Zusammenarbeit mit dem Bozner FilmClub und dem AVS im Bozner Capitolkino (Streitergasse 8/d) organisiert wird. Gezeigt wird der Film „Everest Green“ von Jean-Michel Jorda (Frankreich/2017/53’). Anschließend wird sich der Regisseurs des Filmes, Thomas Hainz mit dem Historiker des Bergsteigens Jochen Hemmleb unterhalten.„Everest Green“„Everest Green“ ist eine hervorragende und schockierende Reportage über den Wandel, den die Naturwelt des größten Berges der Welt mit der Entwicklung des Tourismus durchmacht. Hinter dem Abenteuer des Everest versteckt sich nämlich eine tragische menschliche und natürliche Umwelt, die in 8848 Meter über dem Meeresspiegel beginnt und in den Müllhalden unter freiem Himmel in Kathmandu, der meist verschmutzten Stadt des Planeten, endet.stol