Samstag, 24. Oktober 2020

Uraufführung der Oper „Blasmusikpop“ verschoben

Die Vereinigten Bühnen Bozen (VBB) und die Bürgerkapelle Gries müssen die Uraufführung der Oper „Blasmusikpop“ von Thomas Doss nach dem Roman von Vea Kaiser, die sie anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums der Bürgerkapelle Gries in Koproduktion am 1. Jänner 2021 auf die Bühne des Stadttheaters bringen wollten, coronabedingt für die Saison 2020/21 absagen und auf die Saison 2021/22 verschieben.

Die Vereinigten Bühnen Bozen (VBB) und die Bürgerkapelle Gries müssen die Uraufführung der Oper „Blasmusikpop“ coronabedingt verschieben.
Badge Local
Die Vereinigten Bühnen Bozen (VBB) und die Bürgerkapelle Gries müssen die Uraufführung der Oper „Blasmusikpop“ coronabedingt verschieben. - Foto: © VBB
„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Bis zuletzt haben wir gehofft, dass wir dieses besondere Projekt, das wir gemeinsam und mit viel Leidenschaft bereits seit 3 Jahren vorbereiten, realisieren können. Leider lässt es die sich zuspitzende Lage rund um die Corona-Epidemie nicht zu“, erläutert VBB-Intendantin Irene Girkinger.

„Aber wir freuen uns darauf, das Stück mit vereinten Kräften in der nächsten Saison zu zeigen!“ Auch die österreichische Autorin Vea Kaiser, deren Roman der Blasmusikoper zugrunde liegt, zeigt sich betroffen: „Das ist natürlich eine Nachricht, die mich traurig macht – die ich allerdings bestens verstehen kann. Möge das kommende Jahr viele gute Neuigkeiten bringen, Freude, tolle Erlebnisse auf und abseits der Bühne.“

Proben nicht möglich


Aufgrund der überall steigenden Covid-19-Fälle kommt es auch in Südtirol zu Einschränkungen und zunehmenden Planungsunsicherheiten. Durch die behördliche Verordnung von Seiten des Landeshauptmannes, welche nur mehr ein Maximum von 15 Personen bei Proben von Blasmusikkapellen und Chören zulässt, sind nun die für diese Produktion notwendigen Proben für die Musikkapelle de facto verboten und die Proben und die Aufführungen von „Blasmusikpop“ können daher zum geplanten Zeitpunkt nicht stattfinden.

Eine Produktion mit so einer großen Anzahl an Mitwirkenden stellt zudem ein zu hohes Infektionsrisiko für alle Beteiligten dar, dem weder die Musikanten der Blasmusikkapelle, die das Projekt in ihrer Freizeit machen, noch die professionellen Sänger und das Regieteam ausgesetzt werden können.

„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“

„Mit großer Vorfreude, vollem Einsatz und einer tollen Team-Energie haben wir die letzten drei Jahre das Projekt Blasmusikpop zu unserem 200-Jahr-Jubiläum in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Bühnen Bozen bis kurz vor die Uraufführung am 1. Jänner 2021 gebracht. Aufgrund der rasanten Entwicklungen der letzten Wochen und der behördlicher Verordnungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus sehen wir uns schweren Herzens zur Aussetzung bzw. Aufschiebung des Opern-Projektes gezwungen“, so Roland Furgler, Obmann der Bürgerkapelle Gries und Kapellmeister Georg Thaler.

„Wir wünschen uns für nächstes Jahr eine begeisternde und intensive Arbeit voller Freude und Motivation an der Produktion und ein dementsprechend großartiges Erlebnis zum Ende des Jubiläumsjahrs 2021 für uns und das Publikum. Wir sind uns sicher: Alles wird gut!“, betonen Furgler und Thaöer


Derzeit ist die Uraufführung der Oper „Blasmusikpop“ für den 30. Dezember 2021 geplant und die Bemühungen, das kreative Leading-Team - Alexander Kratzer und Christian Mair (Regie), Luis Graninger (Bühne), Katia Bottegal (Kostüme) und Sarah Merler (Choreografie) - für die Umsetzung der Produktion in der nächsten Saison wieder zu gewinnen, laufen. Auch das geplante Künstler-Ensemble soll vorbehaltlich ihrer Verfügbarkeit in der nächsten Saison in derselben Form auf der Bühne stehen.


stol

Schlagwörter: