Mittwoch, 05. Februar 2020

Venedig lockt trotz Coronavirus mit buntem Karneval-Programm

Trotz der Sorgen wegen des Coronavirus und einem beträchtlichen Besucherrückgang fiebert Venedig dem am Samstag beginnenden Karneval entgegen. Mit einem umfangreichen Programm lockt die Lagunenstadt Touristen aus der ganzen Welt mit Straßenkunst, Masken und Musik.

Ein umfangreiches Kulturprogramm wird es vom 8. bis zum 25. Februar geben.
Ein umfangreiches Kulturprogramm wird es vom 8. bis zum 25. Februar geben. - Foto: © shutterstock

50 Veranstaltungen, Konzerte, Aufführungen und andere Events sind im Zeitraum vom 8. bis zum 25. Februar vorgesehen, wie die Gemeinde Venedig am Mittwoch mitteilte. Veranstaltungen sind in allen kulturellen Einrichtungen der Stadt geplant, darunter im Theater La Fenice, im Peggy Guggenheim-Museum, im Sitz der Biennale sowie im Museum für die Geschichte des 20. Jahrhunderts in Mestre auf dem Festland.

„Weltweit gibt es keinen Fasching wie in Venedig, vor allem wegen des umfangreichen Kulturprogramms“, sagte Paola Mar, Kulturverantwortliche des venezianischen Gemeinderats. Die Hauptzeit des karnevalistischen Treibens bilden die 10 Tage vor dem Faschingsdienstag. Einer der traditionellen Höhepunkte des vielfältigen Programms ist der bekannte „Engelsflug“, bei dem sich eine mehr oder weniger prominente Persönlichkeit – gesichert durch ein Seil – vom Glockenturm auf den Markusplatz schwingt.

Rückgang im Tourismus

Die Hoteliers in Venedig sind dennoch besorgt: Nach dem Hochwasser im November beklagt der Hotelierverband AVA einen Rückgang bei den Buchungen von ca. 10 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. Wegen des Coronavirus sei vor allem die Zahl chinesischer Touristen rückgängig. Die Touristikbranche befürchte eine graue Karnevalzeit.
Trotz des umfangreichen Veranstaltungsprogramms dürfte die Lagunenstadt in der Faschingszeit nicht wie sonst ausgebucht sein.

„An den Faschingstagen findet man Hotelzimmer für 50 Euro pro Nacht“, sagte ein Sprecher des Hotelierverbands AVA. Lediglich 40 Prozent der Hotelzimmer seien gebucht. Mit Low-Cost- und Last-Minute-Angeboten hoffen die Hoteliers nun, letzte unentschlossene Touristen zu überzeugen, nach Venedig zu reisen.

apa