Donnerstag, 05. Juli 2018

Verona verzichtet auf Plan eines mobilen Dachs für die Arena

Die Gemeinde Verona verzichtet auf den Plan eines mobiles Systems zur Überdachung der Arena. Der Beschluss wurde gefasst, nachdem die Denkmalschutz-Behörde sich gegen das Projekt am Wahrzeichen der Stadt ausgesprochen hat. Das mobile Dach würde die Arena und den gesamten Platz davor entstellen, so der Denkmalschutz laut Medienangaben.

Es wird auf ein mobiles Dach für die Arena in Verona verzichtet.
Es wird auf ein mobiles Dach für die Arena in Verona verzichtet. - Foto: © shutterstock

Damit wurde das Projekt einer Gruppe deutscher Architekten und Ingenieure abgelehnt, die 2017 eine internationale Ausschreibung für das Projekt am Amphitheater der norditalienischen Stadt gewonnen hatte. Laut dem Plan hätte eine Art Segel entstehen solle, das auch zur Seite geschoben hätte werden können. Die Saison der Arena von Verona hätte damit weit über die Sommermonate ausgedehnt werden können.

84 Vorschläge waren von einer internationalen Jury geprüft worden. Viele trafen aus dem Ausland ein. Für die Kosten des mobilen Dachs wollte der in Verona angesiedelte Strumpfhersteller Calzedonia aufkommen, der auch den Ideenwettbewerb finanziert hatte.

„Die Arena ist ein einmaliges Monument. Dieses Juwel mit einer Überdachung zu entstellen, wäre eine Wunde nicht nur für das Amphitheater, sondern auch für den ganzen Platz davor“, kommentierte der neue Bürgermeister von Verona, Federico Sboarina, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger Flavio Tosi das Überdachungsprojekt bekämpft hatte. Wichtiger als eine Überdachung sei die Instandhaltung der Arena. Dafür sollen in fünf Jahren 14 Mio. Euro ausgegeben werden, kündigte der Bürgermeister an.

Die Arena in Verona ist nach dem Kolosseum in Rom und der Arena von Capua das drittgrößte der erhaltenen antiken Amphitheater. Die 45 Stufenränge des Zuschauerraums sind jeweils circa 45 Zentimeter hoch und bieten heute 22.000 Zuschauern Platz. Seit 1913 wird das Bauwerk als Theater genutzt.

apa

stol