Samstag, 16. Juni 2018

Von der schwierigen Tierhaltung in Bergregionen

Klimatisch raue Bedingungen, Herausforderungen durch Wildtiere, nicht zuletzt den Wolf und steile Flächen für die Bewirtschaftung: ein europäisches Symposium zur Tierhaltung in Berggebieten findet vom 20.-22. Juni im Forschungszentrum Eurac Research in Bozen statt.

Dr. Matthias Gauly organisiert das internationale Symposium. - Foto: Eurac
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Dr. Matthias Gauly organisiert das internationale Symposium. - Foto: Eurac

„Dabei gehen wir nicht nur von Südtirol aus, sondern richten den Blick auf verschiedene Bergregionen Europas“, erläutern die Organisatoren Prof. Matthias Gauly und Forscherin Gesa Busch (Fakultät für Naturwissenschaften und Technik) die Ausrichtung des Symposiums.

Tierhaltung unterscheidet sich je nach Region 

Die Tierhaltung in verschiedenen Berggebieten Europas unterscheidet sich zum Teil stark voneinander. Einige Besonderheiten, die das Berggebiet mit sich bringt, sind jedoch auch zwischen den verschiedenen Ländern ähnlich: Klimatische Bedingungen, Herausforderungen durch Wildtiere wie bspw. den Wolf, isolierte Lagen der Bergbauernhöfe sowie steile Flächen und das Wirtschaften in Höhenlagen sind einige davon. Zum ersten Mal findet auf Initiative von Wissenschaftlern der Freien Universität Bozen ein wissenschaftliches Symposium zur Tierhaltung in Berggebieten statt.

100 Wissenschaftler über Herausforderungen und Chancen

Von Mittwoch bis Freitag kommender Woche treffen sich rund 100 Wissenschaftler aus 13 Ländern in Bozen, um sich über Herausforderungen und Chancen in der Berglandwirtschaft auszutauschen. Dazu wurde ein vielfältiges Programm mit eingeladenen Referenten, wissenschaftlichen Vorträgen und einer Exkursion zu Bergbauernhöfen zusammengestellt (am Vormittag des Freitag, 22. Juni nach Lajen zu einem Hof mit Ziegenhaltung und einem mit Milchviehhaltung).

Interdisziplinäre Themen 

Die Themen sind interdisziplinär und beinhalten u.a. Tierzucht und Tierhaltung, Wildtiermanagement in Berggebieten, sozioökonomische Fragestellungen und Ökosystemdienstleistungen der Berglandwirtschaft sowie Lebensmittelqualität und Marketing von Bergprodukten. Das Symposium soll es den Wissenschaftlern ermöglichen, sich fachlich auszutauschen aber auch neue, internationale Kontakte zu knüpfen und bestehende Netzwerke zu erweitern.

Die Veranstaltung wurde von der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik der Freien Universität Bozen in Kooperation mit Eurac Research, der European Federation of Animal Science (EAAP), der Universitat Padua sowie dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) aus der Schweiz konzipiert und soll in Zukunft in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

stol

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