Dienstag, 19. November 2019

Was und wo studieren die Südtiroler

Laut Landesinstitut für Statistik (ASTAT) sind im Studienjahr 2017/18 insgesamt 12.398 Südtiroler an einer italienischen bzw. österreichischen Universität eingeschrieben. 5.688 (knapp 46 Prozent) in Südtirol Ansässige studieren an italienischen Universitäten, an österreichischen Universitäten sind es 6.710 (54 Prozent). Die beliebtesten Studienorte sind Bozen bzw. Innsbruck.

Studenten der Uni Bozen bei der Diplomfeier im Sommer am Waltherplatz.
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Studenten der Uni Bozen bei der Diplomfeier im Sommer am Waltherplatz. - Foto: © Uni Bozen
1.819 Südtiroler Studierende sind im Studienjahr 2017/1018 erstimmatrikuliert, davon besuchen 875 (48,1Prozent) eine italienische und 944 (51,9 Prozent) eine österreichische Universität. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der erstimmatrikulierten Südtiroler um 167 zurückgegangen (-8,4Prozent).

Universitäten in Italien: 62 Prozent studieren in Trentino-Südtirol

Im Studienjahr 2017/18 sind 5.688 Studierende aus Südtirol an italienischen Universitäten eingeschrieben, 67 mehr als im Vorjahr. Die Datenanalyse nach Geschlecht ergibt, dass 2.224 männliche und 3.464 weibliche Südtiroler Studenten an italienischen Universitäten eingeschrieben sind.

Im Vergleich zu vor zehn Jahren ist die Anzahl der Südtiroler Studenten an italienischen Universitäten um 7,4 Prozent gesunken, und zwar von 6.143 im Studienjahr 2007/2008 auf 5.688 im Berichtsjahr.

Südtiroler Studierende an Hochschulen in Italien bevorzugen eine Universität in der Nähe ihres Wohnortes: Im Studienjahr 2017/18 studieren 2.663 Südtirolerinnen und Südtiroler im Lande. Das entspricht
einem Anteil von 46,8 Prozent aller Südtiroler Studenten, die
an italienischen Universitäten eingeschrieben sind.

35 Prozent studieren an der Freien Uni Bozen

Knapp 35 Prozent besuchen die Freie Universität Bozen, 7,2 Prozent
die Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana“ und 4,7 Prozent die Philosophisch-Theologische Hochschule in Brixen.

Berücksichtigt man auch die 15,2Prozent, die in Trient studieren, haben 62 Prozent aller Südtiroler Studierenden, die an italienischen Universitäten eingeschrieben sind, eine Hochschule in der Region Trentino-Südtirol ausgewählt.

Die beliebtesten Universitäten außerhalb der Provinzen Bozen und Trient sind jene von Verona (7,4 Prozent), Bologna (knapp 5 Prozent), Mailand (4,5 Prozent) und Padua (4,1 Prozent).

Die restlichen 17 Prozent der Südtiroler Studenten sind an anderen italienischen Universitäten eingeschrieben.



Beliebteste Studienrichtungen

Die meistgewählten Studiengänge der an italienischen Universitäten eingeschriebenen Südtiroler Studierenden fallen in die Bereiche Bildungswissenschaften (18,4 Prozent), Wirtschaft und Statistik (14,7 Prozent), Gesundheitswesen (10,8 Prozent) sowie Politik- und Sozialwissenschaften (10,7 Prozent).

Mehr als ein Viertel (26,8 Prozent) der in Südtirol ansässigen Hochschulstudentinnen, die in Italien studieren, haben sich für den Fachbereich der Bildungswissenschaften entschieden, weitere 13,1 Prozent für einen Studiengang im Gesundheitswesen. Die männlichen Studenten bevorzugen hingegen die Fachrichtungen Wirtschaft/Statistik (19 Prozent) und Ingenieurwesen (16,1 Prozent).

Im Kalenderjahr 2017 haben 1.145 Südtiroler (750 Frauen und 395 Männer) ihr Studium an einer italienischen Universität abgeschlossen. Das entspricht einem Anstieg von 14 Prozent gegenüber 2016.

Abschluss in der Region

61,7 Prozent der in Italien studierenden Südtiroler haben ihr Studium in der Region abgeschlossen. Die restlichen Jungakademiker haben ihr Studium in Verona (7,3 Prozent), Bologna (6,7 Prozent), Mailand (5 Prozent), Padua (4,2 Prozent) und an anderen italienischen Universitäten
(15 Prozent) abgeschlossen.


Studium in Österreich

Auch wenn die Zahl der in Österreich studierenden Südtiroler in den vergangenen Jahren stetig anstieg, nehmen im Studienjahr 2017/18 die Einschreibungen von Südtiroler Studierenden an österreichischen Universitäten im Vergleich zum Vorjahr leicht ab (-0,8 Prozent)

Unter den österreichischen Universitätsstädten fällt die erste Wahl der Südtiroler Studierenden, sicherlich dank der geringen Entfernung, nach wie vor auf Innsbruck. In der Tiroler Landeshauptstadt sind 57,3 Prozent der in Österreich studierenden Südtiroler eingeschrieben; es folgen Wien (knapp 31 Prozent) und mit beträchtlichem Abstand Graz (8,3 Prozent) und Salzburg (1,9 Prozent). Die restlichen 1,7 Prozent entfallen auf Linz, Klagenfurt und Leoben.

Im Studienjahr 2017/18 studieren 1.306 (16,4 Prozent) Südtiroler Hochschüler an österreichischen Universitäten Sozialwissenschaften, Journalismus und Informationswesen. 1.263 (knapp 16 Prozent) haben hingegen Geisteswissenschaften und Künste, 1.179 (14,8 Prozent) Pädagogik und 1.089 (13,7 Prozent) Naturwissenschaften, Mathematik
und Statistik gewählt.

Privat-Unis und Fachhochschulen

Zudem gibt es noch 395 Südtirolerinnen und Südtiroler, die in Österreich an Privatuniversitäten (135), Fachhochschulen (84) und an Pädagogischen Hochschulen (176) studieren.

Die Frauen bevorzugen ein Studium der Pädagogik sowie der Geisteswissenschaften und Künste (jeweils 20,4 Prozent). Die Männer wählen vor allem Ingenieurwesen, verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe (21,2 Prozent) sowie Naturwissenschaften, Mathematik und Statistik (15,8 Prozent).

Im Studienjahr 2016/17 haben 1.084 Studenten aus Südtirol (510 Männer und 574 Frauen) ihr Studium in Österreich abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Absolventen um 12,6 Prozent angestiegen.

3 von 5 Hochschulabsolventen aus Südtirol, die in Österreich studiert haben, erlangten ihren Studientitel an der Universität Innsbruck (61,8 Prozent). Mit einigem Abstand folgen Wien (26,7 Prozent) und die restlichen Studienorte (11,7 Prozent).

Der Großteil der Südtiroler Jungakademiker, die im Studienjahr 2016/17 in Österreich eine Hochschule absolvierten, erlangten ihren Titel in den Studienrichtungen Sozialwissenschaften, Journalismus und Informationswesen (19,1 Prozent), Pädagogik (15,7 Prozent) und Ingenieurwesen, verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe (15 Prozent).



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