Alle Pustertaler Gemeinden haben sich vor rund zwei Jahren dazu entschlossen, im Rahmen der Klima.Energie.Region Pustertal, kurz KER, sogenannte Klimapläne auszuarbeiten. Unterstützt werden sie dabei von der Bezirksgemeinschaft sowie dem Regional Management LAG Pustertal. Am Ende steht ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2040 will man klimaneutral sein und geeignete Mittel auf den Weg bringen, um mit den Folgen der Klimaveränderung gut umzugehen.„Das Klima Team hat die Ist-Situation analysiert, sich genau angeschaut, welche sinnvollen Schritte wir in der Gemeinde Enneberg setzen können. Der Klimaplan ist also keine Stangenware, sondern eine Maßanfertigung für unsere Gemeinde“, so der Klima Team Leiter. Irene Unterkofler vom Regional Management LAG Pustertal hat den Prozess federführend mitbegleitet und zieht positiv Bilanz. „Die Klimapläne sind ein dynamisches Instrument, das den Gemeinden hilft, den Energieverbrauch zu senken, Energie effizienter einzusetzen, vermehrt erneuerbare Energieträger zu nutzen und sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen“, so Unterkofler.Herzstück „Maßnahmenplan“Öffentliche Gebäude, Anlagen sowie der Fuhrpark wurden vom Klimateam unter die Lupe genommen. Welcher CO2 Ausstoß wird verursacht? Wie viel Strom, Heizöl oder Diesel werden benötigt? Inwieweit kann der Energieverbrauch mit erneuerbaren Energien gedeckt werden? Diese und weitere Fragen bildeten das Fundament für den sogenannten „Maßnahmenplan“, das Herzstück des Klimaplans.Damit man vom gemeinsamen Nachdenken ins Tun kommt, hat man auch gleich festgelegt, welche Maßnahme bis wann umgesetzt werden soll und wer dafür zuständig ist. Das ist insbesondere für die weiteren Aktivitäten sowie das Monitoring wichtig und sinnvoll.Klimaplan vom Gemeindeausschuss genehmigtNach einer ausführlichen Diskussion im Gemeindeausschuss der Gemeinde Enneberg wurde der Klimaplan mit 5 Ja-Stimmen und 0 Enthaltungen genehmigt.Die ersten konkreten Projekte in der Gemeinde Enneberg stehen nun am Start bzw. befinden sich bereits in Umsetzung. Dazu zählen:1) PU – 01.2: Erstellung und Umsetzung eines Sanerungsplans für alle öffentliche Gebäude und Anlagen bis 2030; 2 ) MOB – 01.2: Förderung der Elektromobilität durch Installation neuer Ladestationen im Gemeindegebiet; 3) MOB – 03.2: Optimierung des öffentlichen Transportwesens bzw. der innerörtlichen Verbindung; „In Workshops und Befragungen haben wir versucht, möglichst viele Vorschläge von den Menschen in unserer Gemeinde einzubinden und nicht ‚drüber zu fahren‘. Wir hoffen, damit einen sinnvollen Beitrag geleistet zu haben, nicht nur für das Klima, sondern auch für die Gemeinschaft“, so der Klima Team-Leiter.