Der Equal Pay Day macht jedes Jahr darauf aufmerksam, dass Frauen und Männer noch immer nicht für gleichwertige Arbeit gleich bezahlt werden. Auch wenn sich in den vergangenen Jahren vieles verbessert hat, bleibt dieser Aktionstag wichtig – als Erinnerung und als Auftrag zugleich.Es ist erfreulich, dass das Bewusstsein für Lohngerechtigkeit gewachsen ist und konkrete Fortschritte erzielt wurden. Dennoch bestehen weiterhin Unterschiede, insbesondere in bestimmten Branchen und Lebensphasen. Frauen übernehmen nach wie vor einen großen Teil der unbezahlten Care-Arbeit, arbeiten häufiger in Teilzeit und sind dadurch auch langfristig – etwa bei der Rente – benachteiligt.Gerade deshalb braucht es Tage wie den Equal Pay Day. Sie rufen uns ins Gedächtnis, dass Gleichstellung kein Selbstläufer ist, sondern kontinuierliche Aufmerksamkeit erfordert.Auch heuer gibt es wieder landesweite Aktionen rund um diesen Tag. In Eppan beteiligten wir uns daran, indem wir – als sichtbares Zeichen – die roten Taschen und Informationsmaterial zum Equal Pay Day am 18. April im Rahmen der Eröffnung des Skateparks verteilten. Sie stehen symbolisch für die Lohnlücke und sollen dazu anregen, ins Gespräch zu kommen und hinzuschauen.Natürlich können wir viele strukturelle Herausforderungen nicht auf Gemeindeebene lösen – etwa Fragen der Rentenabsicherung für Menschen, die sich der Familien- und Pflegearbeit widmen. Aber wir können unseren Beitrag leisten: indem wir sensibilisieren, informieren und das Thema präsent halten.Referentin für Bildung und SozialesPetra Prackwieserzum Artikel der Gemeinde