Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 15. April 2026 den überarbeiteten Gemeindezivilschutzplan genehmigt und sich intensiv mit der Situation der Trinkwasserversorgung befasst. Sämtliche Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.Der neue Zivilschutzplan wurde von einem Fachbüro ausgearbeitet und legt die Organisation im Notfall klar fest. Der Bürgermeister fungiert dabei als zuständige Behörde und koordiniert die Einsätze über die Gemeindeleitstelle. Vorgesehen ist eine Führungsgruppe mit Vertretern der Feuerwehr, der Sicherheitsorgane, des Gemeindedienstes sowie Fachberatern. Der Plan regelt unter anderem Alarmierung, Einsatzabläufe und Notfallflächen für Ereignisse wie Stromausfälle, Muren oder Hochwasser. Gleichzeitig wurde auch die Gemeindeleitstelle formell ernannt.Breiten Raum nahmen mehrere Haushaltsänderungen für die Jahre 2026 bis 2028 ein. Mit der dritten Änderung werden zusätzliche Einnahmen aus Erschließungsbeiträgen in der Wohnbauzone "Nontl" verbucht. Rund 40.000 Euro fließen unter anderem in neue Spielgeräte, Maßnahmen an der Druckrohrleitung des Trinkwassernetzes sowie in das Straßenwesen der Sirmianer Straße. Weitere Mittel werden auf verschiedene Bereiche wie Sozialeinrichtungen, Personal und Instandhaltung aufgeteilt.Im Rahmen der vierten Änderung werden Versicherungsrückerstattungen in Höhe von 3.000 € für das Schwimmbad und die Videoüberwachung verwendet. Zudem sind 9.000 € für außerordentliche Instandhaltungen an der Trinkwasserleitung vorgesehen.Berichte des Bürgermeisters und der ReferentenIm Bericht des Bürgermeisters Eduard Gasser wurde erneut die Problematik der Wassereintritte in der Tiefgarage der Wohnbauzone "Nontl" angesprochen. Da kein externer Gutachter zur Verfügung steht, wird der ursprüngliche Projektant hinzugezogen, um Verbesserungsmöglichkeiten zu prüfen.Ein zentrales Thema war die Trinkwasserversorgung. In den vergangenen Wochen wurden im Dorf mehrere Lecks festgestellt. Die aufwändige Suche nach den Schadstellen erforderte in den vergangenen Wochen viel Einsatz der Gemeindearbeiter und des Bürgermeisters.Parallel dazu wurden technische Geräte installiert, um weitere Wasserverluste lokalisieren zu können.Langfristig wird eine Verbindung des Nalser Trinkwassernetzes mit jenem von Sirmian ins Auge gefasst. Weitere Themen waren notwendige Baumpflegearbeiten im Ortsgebiet sowie die Suche nach einer Wohnung für Flüchtlinge. Die Finanzierung erfolgt über öffentliche Mittel und Beiträge der betroffenen Familien, die Unterbringung ist ab Sommer für etwa zwei Jahre geplant.Im Bericht hieß es zudem, dass das Baumfest heuer von der Gemeinde gemeinsam mit der Forstbehörde organisiert und durchgeführt wird. In Abstimmung mit den Eltern soll die Veranstaltung außerhalb der Schulzeiten stattfinden.Die Vizebürgermeisterin Angelika Ebner Kollmann berichtete, dass die Wohnungen im Ulrichsheim ab Juni vollständig belegt sein werden. Im Seniorenbeirat wurden zudem die neuen Pläne für das Ulrichsheim vorgestellt. Die Rückmeldungen fielen durchwegs positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die zentrale Lage mit Nähe zu Geschäften, Friedhof, Kirche und Bushaltestelle sowie die großzügig gestalteten Wohnungen. Zustimmung gab es auch für die vorgesehenen Gemeinschaftsbereiche wie Waschraum, Aufenthaltsraum und Terrasse. Auch der geplante Aufzug sowie die Aufwertung des Brunnenplatzes wurden im Beirat ausdrücklich begrüßt. Diskutiert wird weiterhin eine Seniorenmensa, um sowohl eine ausgewogene Ernährung als auch soziale Kontakte zu fördern.Die Kinderbetreuung ist weiterhin stark nachgefragt: in der KITA der Lichtenburg sind alle Plätze bereits vergeben, Gespräche mit Eltern und pädagogischer Leitung laufen. Wie eine Umfrage unter den Eltern ergeben hat, besteht derzeit sehr wenig Bedarf an einer Nachmittagsbetreuung mit Mittagessen für Grundschüler. Zu einem späteren Zeitpunkt soll erneut erhoben werden, ob sich an der Situation Änderungen ergeben.Im Kulturbereich ist die Gründung einer ehrenamtlichen Chronistengruppe vorgesehen, eine erste Informationsveranstaltung findet im Kulturtreff Sonne statt.Die Referenten Monica Hoffer und Werner Lintner informierten über Fortschritte bei den Gesprächen der Arbeitsgruppe für die Sportzone. Eine Machbarkeitsstudie soll die Grundlage für weitere Entwicklungen schaffen. Parallel dazu laufen Instandhaltungsarbeiten an Infrastrukturen und Grünanlagen, so Referent Werner Lintner.Referent Max Anton Ratschiller berichtet über das Jugendprojekt TURBO und über eine digitale Lösung für die Mensaanmeldung. Ziel ist eine einfache und einheitliche Abwicklung für Familien und Schulen.Um der Platzknappheit im Jugendraum entgegenzuwirken, wurden verschiedene Möglichkeiten diskutiert. Als denkbare Lösung wird die Nutzung der freien Hausmeisterwohnung im Haus der Vereine geprüft, die mehr Platz und flexiblere Nutzungsmöglichkeiten bieten würde.Die vier Gemeinderätinnen gaben bekannt, dass sie sich geschlossen am Equal Pay Day beteiligen werden. Am 17. April findet südtirolweit ein Informationstag statt, der auf den Gender Pay Gap (ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen bei gleichwertiger Arbeit) aufmerksam macht. Auch in Nals wird die Initiative mitgetragen: Am Rathausplatz wird an diesem Tag ein Informationsstand eingerichtet, an dem Unterlagen verteilt und Gespräche geführt werden, um für mehr Bewusstsein und Transparenz in Lohnfragen zu sorgen.zum Artikel der Gemeinde