Am 3. März 2026 fand in Kastelruth das erste Treffen der Stakeholder im Rahmen der Erarbeitung des neuen Gebietsplans für die Seiser Alm statt. Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Tourismus, Naturschutz, Wirtschaft, Vereinen sowie aus den drei Gemeinden Kastelruth, St. Christina und Wolkenstein nahmen daran teil. Auch Vertreter der Abteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung und das Fachteam, das mit der Ausarbeitung des Plans beauftragt wurde, waren anwesend. Beim Treffen wurden zunächst Ziel und Aufbau des Gebietsplans vorgestellt. Der Plan soll die Entwicklung des sensiblen Natur und Kulturraums der Seiser Alm für die kommenden Jahrzehnte begleiten und klare Leitlinien für Landschaft, Nutzung und Mobilität geben. Eine wichtige Neuerung ist dabei der stärkere Fokus auf das Wohlbefinden der Gemeinschaft. Natur und Biodiversität werden als Grundlage für Lebensqualität, wirtschaftliche Tätigkeit und die langfristige Entwicklung des Gebietes betrachtet. Der Planungsraum umfasst rund 6800 Hektar und betrifft Teile der Gemeinden Kastelruth, St. Christina und Wolkenstein. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven und Interessen zusammenzuführen und Vorschläge zu entwickeln, die auch für die kommenden Generationen eine lebenswerte Zukunft ermöglichen. Ein wichtiger Gedanke dabei ist, dass die drei Gemeinden ihre Anliegen möglichst abgestimmt formulieren, um gegenüber der Landesverwaltung in Bozen mit einer klaren und gemeinsamen Stimme auftreten zu können. Das Treffen diente auch dazu, den geplanten Beteiligungsprozess vorzustellen. Neben den fachlichen Analysen durch das Planungsteam sollen Erfahrungen, Anliegen und Wissen der lokalen Akteure in mehreren Schritten in den Plan einfließen. Die Stakeholder bringen dabei ihre fachliche Expertise und ihre praktischen Erfahrungen ein. Ziel ist es, möglichst einvernehmliche Vorschläge zu entwickeln, die bei den Entscheidungsträgern ein größeres Gewicht haben. Der Prozess erstreckt sich über mehrere Phasen. Zunächst werden bestehende Daten ausgewertet und Analysen zum Naturraum, zur Biodiversität sowie zu wirtschaftlichen und touristischen Aktivitäten durchgeführt. Auf dieser Grundlage entsteht ein erster Entwurf des Gebietsplans. Dieser wird anschließend mit den Stakeholdern und der Bevölkerung im Herbst diskutiert und weiterentwickelt, bevor eine endgültige Fassung ausgearbeitet wird. Ein nächster wichtiger Schritt ist die erste interaktive Veranstaltung für die Bevölkerung, die noch im Frühjahr geplant ist. Dort haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Sichtweisen und Anliegen einzubringen und sich über den Stand der Arbeiten zu informieren. Weitere Austauschformate folgen vor dem Sommer und im Herbst. Anfang 2027 wird der fertige Entwurf des Gebietsplans vorgestellt und anschließend den zuständigen politischen Gremien zur Beschlussfassung übergeben. Ziel ist es, gemeinsam tragfähige Lösungen zu erarbeiten, die Natur, Landschaft und Lebensqualität im Gebiet sichern und gleichzeitig die Bedürfnisse der Bevölkerung berücksichtigen. zum Artikel der Gemeinde